reingeschlüpft

St. Moriz

Man nehme Haut die zu bräunen ist, eine gründliche Dusche samt Peeling und ein trägerloses Top für die, die nebenbei Fotos schießen wollen.

Ich werde leider sehr langsam braun und dann kann man auch nicht unbedingt von einer Bräune sprechen, die mit anderen zu vergleichen ist, sondern vielmehr von einem bräunlichen Cremeton. Einen Sommer vor 5 Jahren habe ich es sogar geschafft genau so braun zu sein wie meine Freundinnen. Der Unterschied lag allerdings darin, dass sie ihre Bräune innerhalb von 7 Tagen während unseres Urlaubs bekommen haben und ich hingegen die 3 Monate zuvor auf der Dachterrasse lag, um nicht als Mozzarella zwischen den ganzen Karamellbonbons aufzufallen.

Dies ist ziemlich ermüdend und nicht sonderlich gesund (gut, ich weiß auch nicht, inwiefern die Chemie in den Selbstbräunern so gesund ist), doch nun habe ich für mich eine Lösung entdeckt. Aufmerksame Beobachter haben es vielleicht gesehen, auf den letzten Fotos bin ich plötzlich erstaunlich braun gewesen.

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Dies war nicht unbedingt der Sonne geschuldet (allerdings auch!), sondern vielmehr meinem neuen Selbstbräuner namens „St. Moriz“

Ich habe ihn via Amazon für 4,40€ bestellt, doch wie ich gerade sehe, wurde der Preis auf 7,35€ erhöht. Hauptsaison nennt sich das wahrscheinlich. Nach nicht mal einer Woche hielt ich die Packung samt Auftragehandschuh (nochmal 3,90€) in den Händen und legte los. Den Handschuh kann ich nicht empfehlen. Er ist sehr rau und schmerzt auf der Haut, sobald man im Eifer des Gefechts mit der anderen Seite auf die Haut kommt. Hier zeige ich euch mal ein heutiges vorher-Foto (es ist spät und demnach gibt es leider kein Tageslicht mehr, die Farben sind also leider ein wenig verfälscht)

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Was brauchen wir noch? Am besten Einmalhandschuhe, Hände sind was Selbstbräuner anbelangt sehr empfindlich und wir wollen doch nicht so aussehen, als hätten wir in einen gelben Farbeimer gegriffen. Um auch weiteren empfindlichen Stellen wie Knien, Füßen und Ellenbogen (alle trockenen Stellen/ Stellen mit Hornhaut)  keine unschönen Farben zuzumuten, cremen wir sie vorher sorgfältig ein und lassen es einziehen.

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Da mir der extra dafür vorgesehene Handschuh nicht gefallen hat, habe ich mir für das zweite Mal kleine Puderquasten von DM gekauft. Damit lässt sich, zumindest am Anfang, das Mousse sehr gut verteilen und besonders für das Gesicht sind sie sehr geeigent. Sobald man damit aber ungefähr die Hälfte des Körpers eingerieben hat, beginnt sie sich aufzulösen und spätestens beim Rücken (das ist bei mir die letzte Station) fällt sie auseinander. Aber gut, bei 4 Stück für 1,25€ erwarte ich auch nicht sonderlich viel, ich werde mich dennoch mal auf die Suche nach robusteren Pads begeben. Habt ihr vielleicht Ideen?

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Nun geht es ans Eingemachte. Die Dose mit dem Mousse wird gut geschüttelt und dann kommt auch schon einer der aufregensten Momente: wie sieht es aus? Die Frage lässt sich ziemlich einfach beantworten: wie eine dunkle Nacktschnecke.

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Das Mousse riecht sehr angenehm und zunächst überhaupt nicht nach dem typischen Selbstbräunergeruch, den ich im übrigen gerne als Katzenpipi beschreibe. Sobald man es mit dem Pad auf der Haut aufträgt sieht man, wie sich diese verfärbt. Um allen begeisterten Frauen (und Männern?) nun ein wenig die Freude zu nehmen: nein, es sieht nicht gut aus. Man sieht eher aus, als hätte man sich draußen im Schlamm gewälzt. Somit sollte man das Mousse abends vorm Schlafengehen auftragen und sich nicht mehr unbedingt nach draußen begeben, es sei denn, es ist einem egal.

Es dauert seine Zeit, bis man wirklich überall möglichst streifenfrei die Farbe verteilt hat. Zum Glück hilft einem das gefärbte Mousse zu sehen, wo man bereits gewesen ist. Nach ca. einer „Türkisch für Anfänger“-Folge bin ich dann fertig (nachdem ich einen netten Helfer für meinen Rücken gefunden habe) und betrachte mich mehr erschrocken als erwartungsfroh im Spiegel.

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Aber keine Angst, die Unregelmäßigkeiten und überschüssige Farbe wäscht man am nächsten Tag in der Dusche wieder ab. Zurück bleibt eine sehr regelmäßige und natürliche Bräune, die sehr gut zu meinem Hautton passt und vor allem nicht übertrieben wirkt. Die Farbe schafft das, was ich nach gut 3 Monaten schaffen würde innerhalb einer Nacht und das völlig ohne schädliche Sonnenstrahlen.

Die Farbe hält bei mir gut 3 Tage, ich wiederhole den Vorgang also jeden 3. oder 4. Abend (je nach Zeit und Muße). Zugegeben, ich rieche den Katzenpipigeruch leider doch, aber viele Frauen schreiben, dass sie ihn hier gar nicht wahrnehmen.

Ab dem 2. oder 3. Tag beginnt die Farbe sich an viel beanspruchten Stellen ein wenig zu lösen, wie z.B. dort wo das BH-Band sitzt oder auch am Hosenbund. Dies ist aber nicht weiter auffällig und nur bei genauerem Betrachten zu sehen.

Insgesamt kann ich wirklich nur eine Empfehlung aussprechen. Ich bin so erstaunt wie viel schöner und frischer man sich fühlt, wie viel Spaß es macht weiße Oberteile (und sogar Hosen!) zu tragen und vielleicht sogar beginnt, sich nach weißen Bikinis, die bisher nie in Frage kamen, umzusehen. Probiert es aus, ich teste weiter!

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Dieser Beitrag wurde am Juni 25, 2013 um 23:05 veröffentlicht. Er wurde unter Beauty abgelegt und ist mit , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

6 Gedanken zu „St. Moriz

  1. Ein wirklich toller Blog! Schön, dich hier entdeckt zu haben. :)

  2. Ich habe auch sehr helle haut, aber zudem auch ziemlich trockene. Glaube ich hätte einfach zu viel Angst hinterher fleckig zu sein.

    • Das geht mir genau so, vor allem im Gesicht habe ich des öfteren Abschälungen. Da wird allerdings gar nichts fleckig und ich weiß nicht, ob ich es mir einbilde, aber meine Haut ist viel gepflegter, weicher und mit mehr Feuchtigkeit versorgt, nachdem ich den Selbstbräuner aufgetragen habe.

  3. Laura sagte am :

    Olle Anfixerin! Hab ihn vorgestern auch bestellt ^^

  4. kira sagte am :

    Welche Farbe hast du davon verwendet? :)

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