reingeschlüpft

Happy Birthday

… nachträglich.

Nach einer gefühlten Ewigkeit blicke ich gerade wieder einmal in meinen WordPress Account und mir wird herzlich gratuliert: zu meinem Einjährigen. Mein Blog ist vor 3 Tagen ein Jahr alt geworden. Wahnsinn. Ich werde unheimlich melancholisch, wenn ich daran zurückdenke, mit wie viel Freude und Energie ich mich damals in die Erstellung gestürzt habe. Viele kennen es vielleicht von euch, minütliche Aktualisierungen „hat mir schon jemand geantwortet?“, Instagram und Bloglovin werden abgegrast, jeder Kommentar, jeder Klick fühlt sich besser an als Weihnachten und Geburtstag zusammen (falls das bei euch nicht so ist, schäme ich mich jetzt ein bisschen, weil ihr mich sicher für verrückt erklärt). In der letzen Zeit ist bei mir einiges passiert. Letzten September habe ich mein Studium abgeschlossen, zwei Praktika absolviert und nun endgültig festgestellt: Nein, in diesem Beruf möchte ich nicht arbeiten.

(für die, die keine Lust haben sich mein Geschwafel durchzulesen: unten gibt’s noch Fotos!)

Und ja, das hätte mir schon eher klar sein können, es war mir unterbewusst bereits im ersten Semester klar, doch wenn die eigenen Fähigkeiten durchaus in diesem Bereich liegen und man keine weitere Perspektive hat, fehlen einem oft der Mut und die Kraft sich früh genug davon los zu reißen. Auch heute bin ich der Meinung, dass ich gut in diesem Beruf wäre ja. Aber er macht mich nicht glücklich. Ich habe Werbedesign studiert, Grafikdesign, Kommunikationsdesign, nennt es, wie ihr wollt. Ich bin kreativ, ich habe Ideen, ich habe ein gutes Gespür für Ästhetik und großen Spaß daran, schöne Dinge zu schaffen. Das klingt doch perfekt, denkt ihr euch nun, doch die Realität sieht leider anders aus. Mir juckt es sehr in den Fingern, einen ausführlicheren Beitrag über die Pros und Contras zu diesem Berufsbild zu schreiben und da ich immer mit leuchtenden Augen angesehen wurde „Waaas? Du bist Designerin? Oh wie coooool!“, liegt es mir sehr am Herzen, diesen oberflächlichen Schein ein wenig zu entleuchten.

Für die, die „irgendwas mit Design“ oder „irgendwas mit Medien“ machen wollen. Nicht, um euch davon abzuhalten. Eher um euch ein paar Tipps mit auf den Weg zu geben, wann euch dieser Beruf glücklich machen kann. Und wann eher nicht.

Ich schwimme derweil ein bisschen überall herum – zwischen Motivation und Enttäuschung, Zweifel und Verwirrung. Aber irgendwann werde ich sicherlich ankommen. Auch, wenn es nun noch ein wenig dauert.

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outfit1 Mantel – H&M (20€ im Sale) | Sweatshirt, Jeans, Tasche – Zara | Schuhe – H&M

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Dieser Beitrag wurde am Mai 5, 2014 um 14:02 veröffentlicht. Er wurde unter Daily Outfit, Fashion abgelegt und ist mit , , , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

7 Gedanken zu „Happy Birthday

  1. H. sagte am :

    ich habe auch vor zwei jahren meinen bachelor in kd gemacht und arbeite jetzt – achtung – bei einer versicherung! mir ging es ähnlich, aber ich habe gemerkt, dass ich nicht in der werbung oder zugehörigen branchen arbeiten möchte. nun übe ich einen beruf aus, der zwar unglaublich trocken ist, mir aber zeit und raum lässt, in meiner freizeit die kreativität auszuleben, die in mir steckt. es muss zwar nicht unbedingt eine versicherung sein und das komplette gegenteil, aber ich bin mir sicher, dass auch du deinen weg findest!

    • Das ist aber eine interessante Entwicklung und so lustig das auch klingen mag, ich kann sie komplett verstehen ;-) Mein erster Gedanke war ebenfalls mir eine Arbeit zu suchen, bei der man den Kopf in der Richtung komplett abschaltet, um den in der Freizeit dafür frei zu haben. Hast du dich denn noch weiter gebildet, oder warst du dann in der Branche Quereinsteigerin? Alles Liebe!

      • H. sagte am :

        ja, genau, ich schließe es auch nicht aus, irgendwann mal wieder in „meinem“ bereich zu arbeiten, aber im moment würde mich das nur blockieren und unglücklich machen. ich hab keine weiterbildung oder ähnliches gemacht, sondern bin als aushilfe eingestiegen und habe mich quasi hochgearbeitet! ich hab einmal mehr gemerkt, dass es bei vielen jobs einfach nur learning by doing ist und man sich mit ein wenig ehrgeiz und motivation gut reinfinden kann. dir auch alles liebe weiterhin :)

  2. schlichtundeinfach sagte am :

    Mich würde ein Pro und Contra-Beitrag sehr interessieren :) Ich würde selbst gerne ein Grafikstudium machen, nur mangelt es bei mir leider doch etwas an Kreativität, um aufgenommen zu werden, was ich immer schade finde. Jetzt fände ich es spannend zu lesen, was so die Pro und Contra sind, eventuell stelle ich dann fest, dass es eh nicht so das richtige für mich wäre :)

    • Der Beitrag ist da und doch ein wenig umfangreicher, als zunächst geplant ;) Natürlich ist Kreativität immer wichtig, allerdings steht man vor seinem Studium noch ganz am Anfang seiner Entwicklung und kann so viel dazu lernen. Wichtig ist auf jeden Fall ein Gespür für Ästhetik und ein gutes Auge, das Handwerk übt sich dann von ganz alleine :-)

  3. Ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg alles Gute und vor allem Mut, Durchhaltevermögen und positive Gedanken! Mich würde so ein Pro/Contra-Post sehr interessieren. Ich studiere zwar nicht in die Medienrichtung, aber ich denke dennoch, dass man sich auch für alle anderen Lebenslagen etwas Hilfreiches entnehmen kann!
    Zu deinem Outfit muss ich sagen, dass ich das megaklasse finde. Vor allem den Mantel finde ich sowas von wunderschön und dann noch aus dem Sale, perfekter geht’s doch eigentlich nicht.
    Liebe Grüße, Chrissie.

  4. Nerina sagte am :

    Schön wieder von dir zu lesen und ja, auch wenn du grade etwas zwischen den Stühlen stehst und noch nicht weißt wohin mit dir, finde ich es erfrischend auch mal von anderen zu lesen, dass nicht immer alles perfekt läuft und der gewählte Weg sich im Endeffekt als der „nicht richtige“ entpuppt. Du wirst schon bald wieder auf dem richtigen Weg sein. Da bin ich ganz sicher, denn du wirkst auf mich taff und gefestigt genug um aus der aktuellen Situation gestärkt herauszukommen.
    Auch wenn ich mit dem Bereich nichts zu tun habe und aufgrund fehlender Kreativität und einem Mangel an Gespür für Ästhetik niemals in diesem Bereich landen werde, würde mich ein pro und contra Beitrag interessieren.

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