reingeschlüpft

Wenn das Leben auf der Strecke bleibt

Gestern war einer der Tage, an denen gar nichts mehr ging. So richtig nichts. Auf’s Klo und zum Kühlschrank habe ich es gerade noch geschafft, aber viel mehr hätte man nicht von mir verlangen können. Ich habe kein gebrochenes Bein und auch keine Grippe, eigentlich fehlt mir nichts. Mein Bett ist weich und warm, der Magen gut gefüllt, ich trinke Kaffee und die Sonne scheint, was könnte man sich mehr wünschen.

Und genau das ist das Problem. Man gesteht es sich nicht zu, dass einen die Lernphase gerade so runter zieht. Man hat es doch so gut! Man kann lernen, was einen interessiert, was man sich wünscht, was man sich selbst ausgesucht hat und das ganze noch von Zuhause aus, ohne fremdbestimmte Zeiteinteilung, ohne eine 40h Arbeitswoche, ohne quengelnde Kinder und so völlig ohne Druck von außen. „Du schaffst das schon!“, sagt meine Mama, „mach dir keinen Kopf, wir glauben an dich und was macht schon eine schlechte Note im ersten Semester?“, sagt ihr Freund. „4 gewinnt!“

Erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag von vor gut 3 Monaten? „Do what you love“. Doch während ich mir den Stoff aus dem dicken Wälzer parallel zur Vorlesung reinprügel, weiß ich gar nicht mehr, wofür ich das tue.

„Auf gar keinen Fall schlechter als 2,0, am besten 1,0 oder 1,3“. Das ist meine Motivation. Und damit gleichzeitig auch mein Ende.

In den letzten 4 Jahren habe ich nie gelernt zu lernen. Natürlich habe ich vieles gelernt, zum Beispiel, wie man sich auch außerhalb vom eigenen Haus mit Nahrung versorgen (auch wenn das bei mir definitiv noch verbesserungswürdig ist), wie man mit Höhen und Tiefen im Leben umgehen kann. Ich habe mich persönlich weiter entwickelt, Ängste überwunden, indem ich mich ihnen gestellt habe. Ich fühlte mich bereit für das Studium. Ja, vielleicht auch ein wenig überlegen, weil ich mit 23 Jahren und einem absolvierten Studium doch ein wenig mehr Lebenserfahrung mitbrachte, als die 18 jährigen Mäuschen, die gerade frisch mit ihrem 1,0er Abi aus der Schule gewackelt kommen.

Ich wollte gut sein. So richtig.

Man liest immer viel über das Psychologiestudium, über die Masterplatzproblematik, über den hohen NC und der Gedanke, dass 80% meiner Kommilitonen ein Abi unter 1,4 hatten, machte es nicht einfacher.

Ich liebe die Psychologie, ich liebe es, mich mit ihr zu beschäftigen. Ich kann mir stundenlang Artikel zu einem Thema durchlesen,  um mir am Ende ein eigenes Gesamtbild zusammen basteln. Es war mein Hobby,  nachdem ich jeden Tag 9h völlig unglücklich in der Werbeagentur saß, abends Artikel über psychologische Phänomene und Entwicklungen im Internet zu lesen. Es machte mir wirklich Spaß, es  war genau mein Ding. So entschied ich mich für den wagemutigen Plan, nochmal von vorne zu beginnen und auch wenn die Chancen als Zweitstudent extrem deprimierend sind, bekam ich einen Studienplatz in einer wunderbaren Stadt, in der ich mich unglaublich wohl fühle.

Und jetzt saß ich gestern hier und wusste nicht einmal mehr, wo vorne und hinten war. Seit Mitte Dezember lerne ich, jeden Tag. Die letzten 2 Wochen lernte ich jeden Tag ca. 10 Stunden, mal mehr, mal minder effektiv. Und selbst wenn ich nicht lernte, stromerte die anstehende Prüfung in meinem Kopf herum. Zum Einschlafen höre ich seit ein paar Tagen wieder Bibi&Tina, da ich ansonsten meinem rasenden Herzschlag lauschen muss.

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It is good to have an end to journey toward,
but it is the journey that matters, in the end.
– Ernest Hemingway

Klischee Studentenleben: Sex, Drugs & Rock’n’Roll, ein bisschen in die Vorlesungen gehen, ein bisschen den Kugelschreiber schwingen, keine Pflichten, keine Gebundenheit, frei sein.

Viele widerlegen dieses Klischee, seitdem das Bachelor- Mastersystem eingeführt wurde. „Einen ganzen Diplomstudiengang haben sie jetzt in den Bachelor gestopft!“, lese ich im Internet.

Ich weiß nicht, ob es so ist. Natürlich ist es anders, ein wenig verschulter, nicht so frei, nicht so offen. Vielleicht auch ein bisschen mehr. Aber es ist machbar. Man macht es nur falsch (ich kann hier natürlich nur von meinem Studiengang sprechen und diese Aussage deswegen nicht verallgemeinern).

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Eine gute Freundin von mir hat ein gleich gut/schlechtes Abi wie ich und gehörte in der Schule definitiv nicht zu den Überfliegern. Sie wurde wegen ihrer kreativen und durchaus etwas abstrakten Ideen belächelt und als sie auch noch erzählte, dass sie nun Logistik studierte, waren alle völlig verwundert. „Das wird doch nichts“, munkelte man hier „wie will sie das denn schaffen?“ munkelte man da.

Sie legte im ersten Semester alle Prüfungen mit 1,0 ab, bekam ein Stipendium und muss jetzt nur noch als Jahrgangsbeste und Statistiktutorin (Mathe war in der Schule nie ihr Ding) ihre Bachelorarbeit schreiben.

Genau sowas wollte ich auch. Ein „Wow!“ ein „seht euch an, wie sie das kann!“. Gerade, weil mir das Fach so am Herzen liegt. Vielleicht auch, weil ich allen zeigen wollte, dass ich auch etwas mehr kann, als nur malen und basteln (während meiner Zeit des Designstudiums wurde meine FH öfter mal als „Baumschule“ bezeichnet).

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Der Gedanke an die raren Masterplätze, die 1,0er Kommilitonen und auch mein „fortgeschrittenes Alter“ setzten mich unter Druck. Aber am meisten tat ich dies selbst.

Ich lerne und lerne und lerne, immer mit dem Gedanken „reicht das, was du im Kopf hast schon für die 1,3? Nein, es ist noch nicht genug, lerne lerne lerne“. So schrieb ich in meiner ersten Prüfung eine 1,7 und in meiner zweiten eine 2,3. Letztere lag mir von der Thematik ohnehin nicht so gut und ich war froh, die 2,3 zu lesen (ich hatte Schlimmeres erwartet). Als ich dann aber erfuhr, dass meine Freundinnen alle eine 1,0 1,3 und 1,7 hatten, verkroch ich mich unter meiner Decke. So hatte ich mir das nicht vorgestellt, ich wollte doch glänzen, endlich einmal! Wegen einer 2,3 traurig sein – hier hätte mir zum ersten Mal bewusst werden sollen, wie wahnsinnig ich selbst schon geworden war. Ich sah überhaupt nicht, wie toll es war, dass ich zwei objektiv gute Noten nach 5 Jahren Lernabstinenz geschrieben hatte. Sogar meine Eltern waren sprachlos und freuten sich riesig über die 1,7 und die 2,3.

Dann kam die jetzige Prüfung, sogar mein Lieblingsfach – Sozialpsychologie. Was soll ich sagen, ich habe seit 2 Wochen keine richtige Hose mehr an gehabt, weil ich das Haus nicht mehr verlasse. Und wie ihr seht, ich schreibe die Prüfung am Dienstag und beschäftige mich gerade mit diesem Artikel. Weil ich nicht mehr kann, weil mein innerer Druck zu einer großen unüberwindbaren Mauer geworden ist, die schreit „du schaffst es nicht, du kommst hier sowieso niemals rüber!“. Schneller klettern, höher springen, mit mehr Kraft auf sie einschlagen, andere schaffen es doch auch!

Und da liegt das Problem, meiner Meinung nach auch das gesamte Problem der unzufriedenen Burn-Out Studenten, die bereits nach dem ersten Semester nicht mehr wissen, wie sie jemals mit dem Druck umgehen sollen. Regelstudienzeit, Regelstudienzeit, wenig Masterplätze, finanzielle Sorgen, schnell schnell husch husch. Man verliert sein Ziel aus den Augen. Wer gerade noch Physik studieren wollte, weil er sich so sehr für Naturphänomene interessiert, kann nach spätestens  3 Monaten nicht einmal mehr sagen, ob es ihm Spaß macht.

Es geht nicht darum, dass das Studium etwas vollbepackter ist. Nicht zwingend. Es geht darum, dass der permanente Druck all das lähmt, was einen motiviert.

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Während man sich früher nur mit den Menschen vergleichen konnte, die tatsächlich im selben Dorf gelebt haben, auf der selben Uni waren, muss man sich nun auch tagtäglich mit Menschen vergleichen, die man nicht einmal mehr kennt. Hoch leben die Medien und das Internet, die uns zum einen so viel erleichtern, uns zum anderen aber zu perfekten Maschinen der Gesellschaft machen wollen. Sei schlank, sei schön, sei stark, sei fleißig, schau, hier, die 26 jährige junge Mutter mit 3 Kindern meistert den Haushalt und ihren Vollzeitjob mit links! Junge Chinesen, die mit 12 4 Sprachen beherrschen und mit 15 Autos für uns entwickeln, die wir anschließend fahren. Jeder ist schneller besser weiter, entweder du hältst mit, oder du bleibst auf der Strecke.

Das glaubt man. Und das ist das Problem.

Mir ist das erst gestern wieder bewusst geworden. Ich bin aus meinem ersten Studium raus, wollte lernen, wollte das machen, was mich beflügelt, doch der Strudel aus dem selbst gemachtem Druck war stärker und ehe ich mich versah, war ich in ihm gefangen.

__________

Andere Menschen sind immer schöner, besser, schneller weiter. Ja, die anderen in meinem Studium werden eine besser Klausur schreiben. Vielleicht bekommen sie auch sofort einen Masterplatz. Vielleicht aber auch nicht.

Meine Freundin, die ich im letzten Beitrag über das Studium erwähnt hatte (die, die „Chemie studiert“) sagte mir gestern.
„Diese ganzen Psychologen-Mädels, die alle noch nichts von der Welt gesehen haben, total unselbstständig sind und das einzige was sie interessiert sind gute Noten. Schrecklich! Und jetzt nicht mehr vergleichen und nicht zu so nem ätzenden Psycho-Mädel werden. Du bist cool und du chillst!“

OK!

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Die einen können lernen, indem sie nur lesen und haben den Stoff innerhalb von ein paar Tagen verinnerlicht. Ja, diese Menschen können einen perfekten Abschluss haben und damit auch sehr glücklich sein. Ich kann es nicht.

Jeder Mensch ist anders und hat seinen eigenen Rhythmus, wie soll es einem da möglich sein, mitzuhalten? Indem man sich selbst verliert und sich anpasst. Aber das ist nicht der Sinn des Lebens. Funktionieren, um der Norm zu entsprechen, so wie sie einen gerne hätte. Fleißig und niemals müde. Letztendlich dankt es einem niemand. Man selbst dankt es sich am wenigsten.

Ich habe in den letzten zwei Wochen tatsächlich nach Ritalin gegooglet und woher ich es bekommen könnte. Ich wollte mich selbst zur Arbeitsmaschine der Gesellschaft degradieren, nur um dem zu entsprechen, was von einem gefordert wird.

Viele sagen „Pfah, es wird ja nicht besser! Sei froh, dass du noch Student bist, im Arbeitsleben wird das noch viel schlimmer“.

Und weil es stimmt, dass der äußere Druck nicht abnehmen wird, muss man lernen, mit dem inneren umzugehen.

Alles findet seinen Weg und was am Ende zählt ist, dass man sich gut fühlt. Auch wenn das bedeutet, dass man sich von der perfekten Note verabschieden muss. Aber wisst ihr was? Das Opfer bringe ich gerne. Um wieder glücklich zu sein.

 

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Dieser Beitrag wurde am Februar 8, 2015 um 17:22 veröffentlicht. Er wurde unter Lifestyle abgelegt und ist mit , , , , , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

8 Gedanken zu „Wenn das Leben auf der Strecke bleibt

  1. Therry_b sagte am :

    Liebe @reingeschluepft genau aber wirklich genau an dem Punkt war ich mich vor genau 2 Monaten…
    Ich habe ähnliche Googlesuchen hinter mir und mich richtig vor mir selbst erschrocken.. Ich gehöre auch nicht zu der Sorte einmal lesen und gewusst und stellte zwei Wochen vor der Prüfung fest dass ich unmöglich den vorher im Kopf zurechtgelegten Lernplan einhalten konnte… Auch ich habe mich für einen Richtungswechsel im Studium entschieden und habe ungeheure Ansprüche an mich es auch gut zu machen. Vor allem weil es mich immer ärgert dass andere mit so wenig Aufwand oft viel mehr herausschlagen als es mir hingegen vergönnt ist… Eine Woche vor der Prüfung hatte ich dann wohl so eine Art Nervenzusammenbruch und es ging nichts mehr..
    Nachdem ich dann einen Tag mich in der Wohnung von Sofa zur Toilette zum Kühlschrank und wieder ins Bett geschleppt habe, habe ich den darauf folgenden Tag frei genommen von allem… ( ein paar Tage vor der Prüfung!!!! Eigtl undenkbar!) ich habe einen wundervollen Tag gehabt, war in der Stadt etwas einkaufen, viel spazieren, einen Cafe trinken mit einer Freundin und habe mich Abends gut Zuhause Von mami bekochen lassen.
    Es war ein Tag vollgepackt mit Sachen suf die ich Lust hatte.

    Danach bin ich anders mit meinem lernen umgegangen.. Der Druck war einfach weg.. Ich habe dann natürlich weiterhin die letzten Tage in der bib gehockt und fertig gelernt.. Aber mit tatsächlich einer Leichtigkeit und einfach ohne den eigenen Anspruch im Kopf zu haben es endlich mal allen zeigen zu müssen. Irgendwie war mir das auf einmal egal ich wollte den scheiss nur noch hinter mich bringen…

    Letztendlich habe ich eine super Prüfung abgelegt und kann nur den Kopf darüber schütteln warum ich mich so verrückt gemacht habe… Weiß aber genau so gut dass es bei der nächsten Prüfung nicht anders laufen wird…

    Ich kann dir nur wirklich nur raten: nimm dir den Spaßtag, an dem du dir von vornherein vornimmst gar nicht zu lernen, das Thema Uni verboten ist und ein schlechtes Gewissen verboten ist.. Es hilft wirklich, denn du wirst hundertmal produktiver danach sein als du es vorher warst und vor allem wieder deine innere Mitte finden.

    Alles Liebe, Theresa

  2. Du Liebe,

    dieses Gefühl irgendwie nicht gut genug zu sein und von anderen überholt zu werden, kenne ich nur zu gut. Das setzt einen unter Druck, macht unglücklich, blockiert und macht die eigene Arbeit leider nicht besser, sondern meistens schlechter.

    Ich bin nie gerne zur Schule gegangen, war keine gute Schülerin und bin auch jetzt keine überragende Studentin. Ich habe mich aber immer für das, was ich gemacht habe interessiert. Genau wie du liebe ich meinen Studiengang, lese sehr viel und gehen darin auf, mich in Gedankenhäusern zu bewegen oder zu versuchen eine eigene Beobachtung mit bekannten Theoretikern zu erklären. Alles Anzeichen dafür, dass ich und auch du genau das richtige machst.

    Ich habe irgendwann beschlossen damit aufzuhören mich zu vergleichen, mich nicht darum zu scheren, wie weit meine Kommilitonen mit ihrer dämlichen Hausarbeit sind oder welche Note sie in einer Klausur geschrieben haben – absolut unwichtig!
    Darauf zu vertrauen, dass das eigene Interesse, die Leidenschaft und das damit verbunden Können zu dem wahren Erfolg – nämlicher der eigenen Zufriedenheit – führen wird, hilft mir ungemein.

    Nimm dir die Zeit, die du brauchst, lass das Studium einfach mal Studium sein, lehn dich zurück, verbringe Zeit mit deinen Liebsten. Den eigenen Rhythmus zu finden und auch darin zu leben, ist wohl die höchste Kunst – das gelingt nicht immer, aber wenn es nur manchmal passiert, bist du den meisten Menschen einen großen Schritt voraus. Den Mut dazu zu haben auch mal stehen zu bleiben und wie du schon geschrieben hast, durchzuatmen, ist wahre Stärke.

    Ich kann dir von meinem winzigen Einblick in dein Leben nur sagen: Mach dir keine Gedanken darüber, ob du das richtige machst oder vielleicht nicht gut genug bist. Du bist belesen, kannst wunderbar mit Sprache umgehen, bist menschlich, herzlich und kannst deine Umwelt kritisch analysieren. Das können die wenigsten.

  3. Maja sagte am :

    Liebes Kullerchen (wundere dich nicht, ich kenne dich aus einem bestimmten Forum ;) ),

    Ich möchte gar nicht viel sagen, außer: Du sprichst mir aus dem Herzen. Auch ich studiere Psychologie und auch wenn ich eine von den unselbstständigen 1,0er Mädels ohne Lebenserfahrung war, die du etwas belächelst ;), habe ich mich noch vor kurzem genauso gefühlt wie du.
    Ich kann nur sagen, du machst es genau richtig. Das oberste Ziel in jedermanns Leben sollte das eigene Glück sein und nicht iwelche Normen. Gott sei Dank bin ich wie du rechtzeitig aufgewacht, nachdem ich bisher alles in meinem Leben immer „richtig“ und „perfekt“ gemacht habe (gutes Abi, direkt zum Studium, Vorzeigefreund, gemeinsame 0815-IKEA-Wohnung – wie „man das halt so macht“). Ich dachte mir nach dem 6. Semester, als alle kurz vorm Burnout standen wg. Abschlussprüfungen, BA-Thesis, MA-Bewerbungen & Co, „Halt Stopp, hier läuft was grundlegend verkehrt. Das soll es gewesen sein? Und immer so weiter gehen? Das ist nicht das, was ich mir von meinem Leben erwarte.“. Habe dann Urlaubssemester genommen, um jetzt – endlich – mein Leben zu leben. Habe mich von meinem Freund getrennt, bin in die wohl liebste & chaotischste WG auf diesem Planeten gezogen und habe mir Zeit für (verrückte) Hobbys genommen. Eben alles, was mich glücklich macht, was ich mir aber nie zugestanden habe.
    Und was soll ich sagen? Ich habe mein Interesse und meine Freude am Studium endlich wiedergefunden – in meinem Maß und zu meinen Bedingungen. Mache jetzt Praktika, arbeite an der Uni und wurschtle an meiner BA-Thesis. Sich für Sachen Zeit zu nehmen (zu können! während des studiums undenkbar), die einen interessieren, ist toll – und so viel sinnvoller als Bulimielernen!

    Mittlerweile denke ich, egal, wo mich mein Weg hinführt, es wird mein Weg sein und damit bin ich zufrieden.

    Ich drücke dich und denke an dich,
    blumenmaedchen :)

    PS: Mir hat es sehr geholfen, mit meinen Freundinnen aka Kommilitoninnen darüber zu sprechen und zu merken, dass nicht ich der Fehler bin. Im Endeffekt ging es uns allen ähnlich.

  4. Also ich hab auch nen bachelor in Psychologie gemacht, studiere jetzt im 3. Jahr medizin und mache nebenbei meinen Master in Psychologie. Ich hatte im psychologie studium eigentlich keine von diesen Sorgen, das kam eher mit dem Medizinstudium. Und ich merke auch, dass es mir immer noch schwer fällt teilweise. Aber Noten sagen im Prinzip rein gar nichts raus! Das, was du für dich lernst und das, was du für die Prüfung lernst, muss sich nicht unbedingt überschneiden, zumal manche Prüfungen einfach sowas von verquer sind und auch immer Glück mit reinspielt. Wenn du dir überlegst, was für eine Menge an Stoff du dir aneignen musst und was für ein Bruchteil dessen dann in einer Prüfung abgefragt wird.

  5. In love with your super amazing photos! The color is too perfect.

  6. enna sagte am :

    ich weiß nicht was ich sagen soll, vielleicht: deine worte helfen mir jetzt gerade sehr. ich danke dir.

  7. Du hast so recht mit dem was du schreibst. Traurig, dass uns Studenten trotzdem keiner ernst nimmt. Du sprichst mir aus der Seele :*

  8. Franziska sagte am :

    AMEN!

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