reingeschlüpft

Der heilige Gral

Ihr Lieben,

heute ist Sonntag, die Sonne scheint, ich bin in Berlin und habe deswegen nicht direkt die Möglichkeit, mich zu fotografieren – deswegen gibt es heute wieder was aus der Beauty-Ecke, da auch einige bei Instagram danach gefragt haben. Vor gut einer Woche habe ich mich mal genauer bei Lush umgesehen (bzw. bin umgesehen worden, wie man es sehen möchte) und habe ja bereits nach 2 Tagen gemerkt, wie gut es meiner Haut geht.

Da ich aber immer voreilige Schlüsse ziehe, schreibe ich nicht direkt nach 3 Tagen den ersten Bericht, sondern nach einer enormen, allgemein hoch anerkannten Testphase von 7 Tagen (ein großes WOW an dieser Stelle, bitte).

Skindrink von Lush

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Ich liebe sie. Ich liebe liebe liebe liebe liebe sie. Seit so langer Zeit habe ich mit meiner Haut zu kämpfen (seit gut 7 Jahren), weil sie so unglaublich trocken ist, schuppt und mich wirklich an den Rand der Verzweiflung getrieben hat, da sie so widersprüchlich ist: unglaublich trocken, sodass ich nicht einmal duschen konnte, ohne die Hautfetzen im Gesicht zu haben (wobei duschen dafür nicht unbedingt nötig war, das ging auch von ganz alleine), auf der anderen Seite glänzend, relativ großporig und phasenweise immer wieder unrein.

Bekämpft man das eine, fördert man das andere, es war ein Teufelskreis. Make-up war nahezu unmöglich, da es die schuppige Hautstruktur nur noch viel mehr betont hat, allerdings ging es nicht ohne, da meine Haut durch die Trockenheit sehr gerötet war. Immer.

Heute früh wachte ich neben meinem Freund auf und ich weiß um ehrlich zu sein nicht, ob er so etwas schon mal morgens zu mir gesagt hat (ich bin morgens wahrlich keine Schönheit, die aufwacht und aussieht, als sei sie frisch und erholt), aber heute sah er mich an und sagte mir „gut siehst du aus, so richtig erholt ausgeschlafen„. Und das war (angeblich) kein Scherz.

Aber auch ich fühle mich viel besser. Ich kann mir mal mit der Hand ins Gesicht fassen, wenn es juckt, ohne von zehn minütigen Rötungen geplagt zu werden. Ich kann Make-up auftrage und sehe frisch aus, ich kann meine Stirn runzeln, ohne Hautschuppen abblättern zu sehen und ich kann sogar über meine Stirn fahren, ohne unreine Mitesserhubbel zu spüren, denn die sind auch nahezu komplett verschwunden.

Aber so viel zu meinem jetzigen Zustand der Haut, hier ein wenig zu den Fakten:

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Für viele ist ja immer ganz wichtig – und ich habe die Frage schon einige Male gestellt bekommen – riecht sie denn auch gut?

Was soll ich sagen, ich befinde mich mit ihr nicht im endlosen Blütenmeer aus wohlriechenden Düften, die mich in eine andere Sphäre befördern. Sie riecht nicht unangenehm, sehr natürlich, vielleicht auch ein wenig altmodisch. Aber der Geruch verfliegt unglaublich schnell. Wenn ich sie im Gesicht trage, merke ich gar nichts davon (obwohl ich wirklich eine sehr feine Nase habe). Ich kann mir vorstellen, dass einige den Geruch nicht so toll finden, aber für mich spielt er keine Rolle, da die Creme wirkt. Das ist die Hauptsache.

Wie ist die Textur?
Im ersten Moment fühlt sie sich recht schwer an, aber das kannte ich auch nur von solchen Cremes, die ich in den letzten Jahren getragen habe. Ich war dem festen Glauben verfallen, dass ich diese schwere, leicht fettige Textur brauche, um meine Hautschuppen „anzukleben“, sodass das Auftragen von Make-up  letztendlich doch möglich war. Alle anderen Cremes, die schnell einzogen, hinterließen am Ende meistens nichts als abstehende Hautschüppchen.

Deswegen war ich auch ganz erstaunt, als nach gut zehn Minuten die Creme nahezu vollkommen eingezogen war und ich sie nicht mehr spürte. Auf der anderen Seite war meine Haut aber auch ganz weich und wenn ich über meine Nase fuhr, spürte ich keinen schuppigen Widerstand. Das ist bis heute noch so geblieben. Also lasst euch nicht abschrecken, dass die Creme anfangs etwas reichhaltig wirkt: sie zieht gut ein.

Einen kleinen „Nachteil“ hat der ganze Spaß, bzw. ist es kein großer Nachteil für mich, da ich schon immer mit diesem Problem zu tun hatte und es viel viel lieber habe und akzeptiere, als meine trockene Haut. Aber ich möchte es dennoch erwähnen: meine Haut glänzt nach gut 2-3 Stunden wieder relativ stark, obwohl ich Mineral-Make-up aufgetragen habe, was mit Sicherheit an den reichhaltigen Inhaltsstoffen (wie Sesamöl, Rosenblütenblätteraufguss, Avocado, Mandelöl, Kakaobutter, Aloe Vera und Nachtkerzenöl) liegt.
Wer aber ebenfalls mit sehr trockener Haut zu tun hat weiß, dass eine eher fettigere Haut so vielangenehmer ist, als eine zu trockene. Fettige Haut kann man mit sogenannten „Blotting papers“ tagsüber eliminieren, man kann nachpudern oder wenn man mag über der Creme Produkte verwenden, die das Nachfetten verhindern. Bei zu trockener Haut kann man… genau, nichts machen. Und deswegen ist das Nachfetten für mich kein Problem. Vielleicht tut es das bei euch auch nicht, denn bei mir ist das ja ohnehin immer passiert, egal, welche Creme ich verwendet habe.

Die einzigen Zutaten, die mir vor dem Kauf ein bisschen Bauchschmerzen bereitet haben, waren die Methyl- und die Probylparabene. Von Silikonen und Paraffinen halte ich mich schon seit vielen Jahren fern und von Parabenen eigentlich auch. Allerdings habe ich die Creme die ersten zwei Tage getestet, ohne auf die Inhaltsstoffe zu achten und war dann so begeistert, dass es mir egal war, dass die letzten zwei Zutaten der Creme Parabene sind.

Ich bin keine Chemikerin und mein Wissen über Parabene ist nicht breit genug, um hier einen kleinen Aufklärungsbeitrag zu schreiben. Ich selbst weiß nur, dass sie sehr umstritten sind, als Konservierungsstoff benutzt werden und man ihnen vorwirft, krebserregend sein zu können. Google spuckt da einige ausführliche (aber sich manchmal gegenseitig widersprechende) Artikel aus, wenn ihr mehr darüber erfahren wollt. Ich für mich habe entschieden, dass ich vermutlich verhungern und verdursten (oder gar ersticken) müsste, wenn ich exakt darauf achten würde, welche Stoffe krebserregend sind oder nicht, sodass ich diese kleinen popeligen Zutaten mit gutem Gewissen ignorieren kann. Das funktioniert um ehrlich zu sein ziemlich gut. Auch, weil ich einen anderen Artikel gefunden habe, der aufzeigte, dass andere Konservierungsstoffe zum Teil weitaus mehr Allergien und Irritationen hervor gerufen haben, als Parabene.

Der ganze Spaß ist allerdings nicht ganz billig, 45ml kosten 19,35€ und die ein oder andere mag hier vermutlich zusammen zucken. Ich kann euch aber sagen, dass die Creme unglaublich ergiebig ist und man nur eine halbe Fingerspitze (wenn überhaupt) von ihr benötigt, um das Gesicht ausreichend mit ihr zu versorgen. Die letzten Tage benutzte ich nur die Creme vom Deckel und ich kann noch gar nicht beobachten, dass sich die Menge dort verringert.

Ganz abgesehen davon denke ich, dass Menschen, die unter einer ähnlichen Problemhaut wie ich leiden (in welcher Richtung auch immer, ob es nun Akne oder Trockenheit ist), nach einiger Zeit bereit sind, nahezu alles zu zahlen, um ihren Hautzustand zu verbessern. Und da halte ich 20€ für ein paar Monate durchaus für in Ordnung. Es ist schließlich eine Bereicherung für das eigene Wohlempfinden, das letztendlich unbezahlbar ist.

Vielleicht ist die ein oder andere ja neugierig geworden, Lush verteilt mit Vorliebe Pröbchen und davon nicht nur eine, sondern gerne mehrere. Also schlüpft doch mal rein und lasst euch zuquatschen – ist auch gar nicht so schlimm.

Viel Erfolg!

Eure reingeschlüpft

 

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Dieser Beitrag wurde am März 22, 2015 um 14:40 veröffentlicht. Er wurde unter Beauty abgelegt und ist mit , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

7 Gedanken zu „Der heilige Gral

  1. Vielen lieben Dank für diesen ausführlichen und informativen Bericht dazu, ich habe da auch so einige Probleme mit meiner Haut, und zur Zeit wird es einfach unerträglich.
    Ich war schon so sehr vom dem Tea Tree Water von Lush begeistert weil es meiner Haut in einer schweren Zeit geholfen hat, und jetzt von diesem kleinen Wundermittel zu lesen steigt meine Hoffnung auf einen weiteren Lebensretter :)

  2. Toller Bericht!
    Ich habe diese Probleme zwar nicht, verfolge dich aber bei insta und hier regelmäßig und freue mich total, dass du endlich eine Lösung gefunden zu haben scheinst! :)

  3. steffischulz sagte am :

    Toller Bericht. Ich habe das gleiche Problem wie du und werd dieses Produkt auf jeden fall Testen. Danke!

    Steffi
    http://www.modiami.com

  4. Laura sagte am :

    Danke für diesen tollen Bericht! Ich habe ganz genau das gleiche Problem und es macht mich wahnsinnig!
    Da ja nun inzwischen etwas Zeit vergangen ist: Bist du noch immer so begeistert?

    • Es hat sich leider wieder etwas gelegt, das Gefühl und die Begeisterung… die Creme ist noch immer ganz gut, ich benutze sie auch ab und an als Abwechslung noch (meistens abends), bin aber vorerst wieder auf Chris Farrell umgestiegen, da sie mir tagsüber doch etwas zu fettig wurde. Aber meine Haut scheint nach 2-3 Wochen auch immer aufzuhören auf Produkte zu reagieren, das ist ein allgemeines Problem von mir :(

  5. Pingback: reingeschlüpft

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