reingeschlüpft

Morgenschön

Ganz zu Anfang: macht euch dieses Lied an, während ihr den Beitrag lest. Es verkörpert ziemlich genau das, was ich von nun an jeden Morgen fühlen möchte, wenn ich mich aus meinem Bett schäle, meinen Morgenmantel überwerfe, meinen Kaffee koche und anschließend die Tür zu meinem Balkon öffne, um einmal tief durchzuatmen und in die Sonne zu blinzeln. Denn genau das ist mein Plan.

(ganz abgesehen davon, dass ihr mit dem Öffnen des Videos auf ein zunächst „komisches Bild“ trefft, das aber in keinster Weise komisch ist. Falls ihr durchaus gerne mal Computer spielt (und damit meine ich keine Ballerspiele und sonstiges Gemetzel), dann ist dieses Spiel für euch genau das Richtige. Wo ich kann, erzähle ich Freunden von diesem Spiel, einfach, weil ich es so sehr liebe, es so genial ist und mich so fesselt, dass ich will, dass es quasi jeder einmal spielt! Eine wundervolle Sache, jap!)

So, genug Dinge erzählt, die nicht so wirklich etwas mit Mode zu tun haben, aber vielleicht habt ihr ja tapfer durchgehalten und seid noch mit dabei.

Ich war gestern bei Primark. Ja, richtig gehört, bei Primark. Bei dem Laden, der gehasst oder geliebt wird, ich glaube, ich habe kaum jemanden kennen gelernt, der da eher keiner gefestigten Meinung angehörte – außer mir. Ich habe schließlich dort gekauft und wie ihr gleich sehen werdet, nicht nur ein einzelnes Teil (aber keine Angst, auch keinen Korb voll).

Fangen wir mal mit den schönen Dingen an, so lange das Lied noch bei euch läuft (falls ihr es vergessen habt, los los, anmachen!). Ich gehöre wirklich zu den Frauen und ich meine damit wirklich wirklich, die Zuhause so gar nicht schön aussehen. Ich weiß, das sagt jede Frau von sich und jede meiner Freundinnen sagt es auch, aber ich kann euch garantieren, dass ich wirklich – ohoh – scheiße aussehe. Hier geht es nicht nur um eine Schlafanzughose, ein Paar Plüschsocken und ein MickeyMouse Shirt, hier geht es tatsächlich um ausgebeulte Skiunterwäsche mit hängendem Schritt, Skisocken, die bis zum Knie hochgezogen sind, einem hautfarbenen Top, das Löcher hat und einem bonbonfarbenen Fleecejäckchen in rosa, gelb, hellblau, über dem noch eine Kapuzenjacke in Schaffelloptik getragen wird. Ich hoffe, ich konnte euch mein graziles Morgenantlitz etwas näher bringen.

Auf jeden Fall nervte es mich aber genau so wie es mich nervte, fürs Schlafen Geld auszugeben. Sieht ja keiner, dachte ich mir. Aber wie oft kam es schon vor, dass ich mit hochrotem Kopf dem Postboten die Tür öffnen musste, noch schnell panisch meinen Bademantel (oh, den habe ich vergessen, der kommt manchmal auch noch drüber) über schmiss und mir nur dachte „wow, hast du dich wieder mal geschämt“.

In meiner neuen (so neu ist sie ja gar nicht mehr, aber es kommt mir immer noch vor wie gestern, dass ich dort eingezogen bin) Wohnung habe ich einen recht großen Balkon und will ihn mir die kommenden Wochen frühlingsfit machen. Ich will darauf sitzen und Musik hören, Kaffee trinken, Zeitung lesen (die noch bestellt werden muss), und meine Blumen gießen. Und irgendwie gehört es für mich dazu, sich wohl zu fühlen, ohne wenn und aber.

Also bin ich gestern zu Primark getüdelt. Zum 2. Mal in einer Woche übrigens, vor einer Woche hat hier bei uns ein ganz neuer Store eröffnet und den ersten Tag konnte ich mir doch nicht entgehen lassen, es gab so viel zu sehen. Menschen nämlich. Gekauft habe ich nichts.

Damit ihr aber weiterhin die Kraft habt zu lesen, gibt es hier erstmal Fotos meiner Ausbeute.

Morgenmantel

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Ein Traum von einem Morgenmantel – für mich zumindest. Er war auch ausschlaggebend dafür, dass ich in der gesamten Schlafabteilung gelandet bin, da mir ein Mädchen mit ihm in der Hand entgegen kam und ich mir dachte „den musst du haben!“. Er ist aus 100% Baumwolle und kostet 10€. 

Er ist wunderbar romantisch und leicht, hat vorne zwei Taschen, in denen man seine Hände vergraben kann und sitzt einfach wirklich unglaublich schön. Genau so etwas habe ich gesucht. Leicht, für schöne Frühlings- und Sommermorgen, Lang genug, um sich komplett darin zu verstecken, aber dennoch nicht bieder oder zu einhüllend. Er ist perfekt.

Pyjamahosen

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Und hier muss ich sagen, dass Primark für mich durchaus mit die schönsten Schlafhosen macht. Sie haben unglaublich viel – in meinen Augen – hässliche Schlafsachen da, aber vor allem, weil ich kein Fan von Bambi oder Mickey Mouse Shirts oder „deepen“ Sprüchen bin. Ich mag es zum Schlafen ganz gerne mal bunt (eigentlich erstaunlich, nicht wahr?), aber trotzdem eher schlicht aber vor allem etwas romantisch und gemütlich. Nicht kitschig. Am Wichtigsten sind aber die Materialien. Plastik geht gar nicht. Die oberen beiden Höschen sind aus 100% Viscose und kosten 7€, die unteren beiden sind aus 100% Baumwolle und kosten je 7€ (lang) und 5€ (kurz). Die rot-blau-weiße Hose ist unten am Knöchel auch noch gerafft, was mir sehr gefällt, da ich eigentlich nicht so gut mit ausgestellten Hosen schlafen kann, da sie immer hoch rutschen und ich dann friere. Doch dies sind natürlich Sommerhöschen und deswegen dürfte das kein Problem sein.

Sie sind gut verarbeitet, sehr weich und bequem, schön anzusehen und nicht hässlich. Nicht hässlich, hach, wie schön.

 

Aber Primark ist doch böse!

Ja, wie so viele andere Unternehmen auch. Es ist ein zweischneidiges Brett und ich habe mir seit gestern einige Gedanken gemacht, wie ich dieses Thema einigermaßen gut für mich beschreiben kann.

Das, was bei einem bei Primark ins Auge fällt, sind die Preise. Ihr seht oben schon, wie unfassbar günstig meine Teile sind, die so schön aussehen und noch dazu aus wirklich schönen Stoffen sind. 7€, 10€, 4€. Wie soll da noch jemand mithalten? Im Laden riecht es nach Plastik, pro Kleidungsstück hängen ungefähr 30 weitere hinten dran. Masse, statt Klasse. Die Mitarbeiter sind zu über 50% indischer Abstammung, es ist voll, es ist laut, die Menschen strömen mit Körben, vollbepackt bis oben hin durch die Etagen.

Da sollte man nicht kaufen.

Ich verstehe das und ich gebe zu, dass ich mich jedes Mal unglaublich unwohl fühle, wenn ich den Laden betrete. Ja, nahezu schuldig, wenn ich die Mitarbeiter sehe, die das Chaos beseitigen, das andere so rücksichtslos hinter lassen haben. Und natürlich aus vielen weiteren Gründen.

Das Thema könnte ich nun lang und breit erklären, aber ich möchte nur möglichst kurz (klappt bestimmt trotzdem nicht), etwas dazu sagen.

In meinen Augen ist das größte Problem, dass die Mode zum Wegwerfen gekauft wird. „Das Top nehme ich mit, kostet doch nur 3€“, „guck mal, die Hose kann ich ja für 10€ mal mitnehmen“. Es ist egal, ob das Teil wirklich gebraucht oder gemocht wird, es kostet ja nichts. Natürlich funktioniert Primark nur über Masse, das ist das Konzept. Nie könnten solche Preise gehalten werden, wenn die Menschen nicht die 10kg schweren Tüten aus dem Laden schleppen würden. Dadurch wird aber weiter dazu angehalten, weiterhin so viel so unglaublich günstig zu produzieren und es wird immer mehr.

H&M, Zara, Tommy Hilfiger und Co produzieren in den selben Fabriken wie Primark. Demnach sollte man sich nicht damit brüsten, dass man Primark wegen der schlimmen Herstellungsverfahren meidet, sondern stattdessen nur bei teureren Marken einkaufen geht. Hier liegt der Unterschied nur darin, dass sich das Unternehmen eine höhere Gewinnspanne einsteckt, was aber auch nötig ist, da hier nicht die riesigen Massen an Kleidung verkauft werden und der Gewinn natürlich irgendwo her kommen muss.

Wie man es auch dreht und wendet, die Modeproduktion ist nicht fair. Wenn ich faire Kleidung tragen wollen würde, dürfte ich in 98% der Läden, die man in der Stadt finden kann, nicht mehr einkaufen gehen. Ich müsste deutlich mehr investieren, mich genauer umsehen, achtsam sein.

Ich bin Studentin und habe wie die meisten nur ein sehr begrenztes Budget zur Verfügung. Blöder Weise ist Mode aber durchaus mein Hobby, sodass ich mit Sicherheit mehr kaufe, als ich wirklich _brauche_. Aber wenn wir hier schon von brauchen sprechen, besitzt nahezu jeder zu viel, denn brauchen tun wir vielleicht 3 Hosen, 7 Tops, 7 Shirts und 3 Pullis. Wenn man das alles durch hat, kann man waschen, fertig.

Mode ist mein Hobby und ich ziehe mich gerne schön an. Rücksichtslos, ich weiß, aber ich kann nicht die Welt retten. Nicht alleine. Ich achte bei Kosmetik sehr darauf, wo sie her kommt, ich versuche auch bei meiner Ernährung darauf zu achten. Ich versuche bewusster zu leben, aber ich schaffe es (noch)  nicht überall. Aber irgendwo ist immer ein Anfang.

Ich bin derzeit nicht in der Lage, 30€ für ein biologisch praktisch gutes Basictop auszugeben. Aber ich denke, das ist auch noch nicht meine Baustelle. Wenn ich später einmal mehr Geld verdiene, kann ich mir durchaus vorstellen, auch bei meiner Kleidung genauer darauf zu schauen, wo sie her kommt und wie sie hergestellt ist.

Aber so lange mir das noch nicht möglich ist, versuche ich das „Primark-Konzept“ so zu durchbrechen, dass ich nicht nach Masse kaufe. Ich kaufe, was ich liebe. Ich kaufe ausgewählt und ich kaufe so, dass ich die Sachen noch jahrelang tragen will und kann. Ich achte auf die Stoffe, ich kaufe kein Plastik, ich achte auch auf die Nähte und ob sich vor dem Kauf irgendwo etwas löst.

Vor gut 5 Jahren war das anders, da habe ich auch gerne mal Sachen mitgenommen, weil sie so billig waren. Aber am Ende habe ich sie nie getragen. Jetzt kaufe ich verhältnismäßig „wenig“ (so wenig wie eine modeaffine Frau eben kaufen kann), trage aber alles unglaublich gerne und bis zur Erschöpfung. Und das ist mein Weg, wie ich damit umgehe und meine Lösung, wie ich mit meinem Konsum zufrieden bin.

Ich denke, jeder muss das handhaben wie er mag und mein Text ist auch keine Rechtfertigung, weil ich mich vor niemandem zu rechtfertigen habe, außer vor meinem eigenen Gewissen. Aber das ist zur Zeit meine Möglichkeit mit dem Konsumwahnsinn umzugehen.

Und in diesem Sinne wünsche ich euch einen wundervollen Donnerstag!

Eure reingeschlüpft

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Dieser Beitrag wurde am April 9, 2015 um 09:22 veröffentlicht. Er wurde unter Fashion, New In abgelegt und ist mit , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

14 Gedanken zu „Morgenschön

  1. Julia sagte am :

    Ich muss gestehen, als ich Primark gelesen habe, musste ich mich dabei ertappen, wie ich dachte „So, so… und damit auch noch einen Blogbeitrag gestalten..:“, aber ich habe deinen Beitrag vollständig gelesen und muss sagen: Wunderbar geschrieben – ehrlich und sympathisch! Ich kaufe auch mehr als ich brauche und achte aber mittlerweile auch mehr auf Qualität und frage mich drei Mal, ob ich dieses oder jenes Teil mit meinen Sachen kombinieren kann. Ich verstehe deine Einstellung absolut und sie deckt sich mit meiner.
    Danke für diesen tollen Beitrag, der vielschichtig ist, ohne moralischen Zeigefinder, aber auch ohne faule Ausreden! Toll!

    • Oh Julia, vielen Dank, das freut mich sehr! Ich habe auch lange überlegt, ob ich es überhaupt zeige und damit nochmal mehr auf Primark aufmerksam mache. Auf der anderen Seite kann ich nicht denken, dass bei allen gleich produziert wird und ganz viele Zara Teile zeigen, die von Primark aber nicht. Denn so ist es nun einmal. Und deswegen gab es die (etwas vielen) Zeilen ergänzend dazu. Aber schön, dass das anscheinend verständlich war :)
      Liebe Grüße!

  2. Silvia sagte am :

    Ich kann dich gut verstehen und ich kann auch nicht von mir behaupten, dass ich nur fairtrade Klamotten kaufe. Echt nicht! Aber ich denke es gibt dennoch einen Unterschied, ob in Bangladesch oder in Spanien produziert wurde. Außerdem gibt es auch die Möglichkeit Kleider zu tauschen oder Second Hand zu shoppen. Eigentlich sind meine liebsten Teile vom Flohmarkt.

    Dieses Reportage finde ich zu dem ganzen Thema sehr empfehlenswert
    http://www.aftenposten.no/webtv/#!/video/21032/sweatshop-ep-1-how-many-will-die-here-every-year

    • Ja, da hast du natürlich Recht! Kleiderkreisel wird von mir auch immer durchstöbert, ich habe auch schon viele tolle Teile dort gefunden. Auf den Flohmarkt bin ich um ehrlich zu sein noch nie großartig gegangen, weil ich ein absoluter Sonntagsmorgenmuffel bin, aber bzgl. meines Balkons war ich letztens einmal da und habe gemerkt, dass er a) sogar teilweise bis 15 Uhr auf hat, juchu! und b) tatsächlich tolle Schätze dort schlummern. Das ist auf jeden Fall auch noch eine gute Alternative ja.

      Aber bzgl. der allgemein bekannten Modeketten ist mir glaube ich noch nie ein Schild aufgefallen, auf dem stand, dass in Spanien produziert wurde.. Japan, China, Indien, Bangladesch, ja. Aber Spanien ist mir noch nie unter gekommen.

      Die Doku werde ich gleich mal schauen, vielen Dank!
      Und viele liebe Grüße!

  3. Oh dein neuer Mantel gefällt mir ausgesprochen gut. Ich hab mir letztens auch ein neues Schlaf-Shirt bei Primark gekauft. Dafür sind sie echt ganz „gut“.

    Und was die Produktion angeht. Es ist hart und es ist traurig, aber H&M produziert genauso. Wir sollten uns mal überlegen ob wir uns nicht eher noch schämen sollten doppelt so viel für unfaire Klamotten zu bezahlen. Warum schämen wir uns nicht für jedes H&M-Teil genauso? Erleichtern die 3 Euro mehr unser Gewissen wirklich so sehr, dass wir uns einbilden können davon bekommen die Menschen in Bangladesch oder sonst wo etwas ab?
    … Meine Meinung.

    Und abgesehen davon hast du das wichtigste vergessen. Den Mops ;))

    Süße Guten-Morgen-Grüße an dich (nun erst ;P) Schöne !

    xoxo

    Dein Puderzuckermädchen
    https://puderzuckermaedchen.wordpress.com

    • xoxo du bist so süß! :-D Und STIMMT Mopsi habe ich vergessen! Hab ich die Nacht übrigens ausprobiert und Kopfschmerzen bekommen. Sollte man also vielleicht doch nicht noch erwähnen. Fühl dich umarmt für deine tolle Meinung! Und weil du toll bist.

  4. Liebe reingeschlüpft,

    ich bin auch eher die „neutrale“ Seite beim Thema Primark. Ich muss gestehen,dass ich noch nie drin war, aber diese Woche einen Blick reinwerfen wollte, weil ich die Pyjamahosen wahnsinnig süß finde!!

    Klar kann man die Welt auch mit einem kleinen Beitrag ein bisschen besser machen. Aber wir müssten nicht nur bei der Mode, sondern auch bei der Nahrung, Elektronik, ja sogar bei unsrem Arbeitsplatz beträchtliche Einbußungen machen..

    Hab einen tollen Tag! :-)

    Liebe Grüße,

    Simone

    • Ja Simone, da hast du Recht! Gerade im Bereich Elektronik gibt es noch viel Aufklärungsbedarf. Gerade, weil jeder 2. mit einem iPhone durch das Leben läuft. Vermutlich mehr Menschen, als bei Primark kaufen.

      Im Beruf hast du Recht, als ich noch im Bereich Werbedesign tätig war, wurden UNMENGEN an Papier verschwendet. Unmengen. Ein A0 Druck, ein Fehler, weggeschmissen, neuer Druck. Ein anderer Fehler, weggeschmissen, neuer Druck. Ganze Skripte, gedruckt, weggeschmissen. Es tat mir in der Seele weh.

      Alles Liebe!

  5. Lea sagte am :

    Hallo reingeschlüpft,

    vielen Dank für diesen Post. Du sprichst mir damit aus der Seele. Meine Freundinnen verurteilen mich oftmals, weil ich dann und wann auch mal bei primark vorbeischaue und das ein oder andere Teil mitnehme. Oftmals muss ich mir Sätze à la „Bei so einem Laden kaufe ich nicht, das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren“ oder „Das ist doch alles nur Plastik scheiß, der nach 2 Mal tragen kaputt ist“ anhören. Als ob das bei H&M Tops anders wäre… Ich sehe es genauso wie du. Wenn ich Primark aus diversen (durchaus nachvollziehbaren Gründen) meide, dann muss ich auch konsequent sein und all die anderen Ketten meiden, die in Indonesien, China oder sonst wo produzieren.

    Vielen Dank!
    Dein Blog gefällt mir sehr :)

    • Das ist lieb von dir und freut mich sehr, vielen Dank! :)

      Der Unterschied liegt wohl darin, dass sich bei Primark die Körbe dermaßen vollgehauen werden, mit Sachen, die man vielleicht 1x trägt und wegwirft, am Ende aber trotzdem 200€ ausgibt, wohingegen man bei z.B. Zara vielleicht nur 6 Teile kauft und auch 200€ ausgibt. Letzteres wirkt offensichtlich „nachhaltiger“, weil weniger konsumiert wurde, aber den Arbeitern in Bangladesch und China wird das herzlich egal sein…

      Alles Liebe!

  6. Dieses Gehate was Primark angeht ist echt verdammt nervig, die meisten gehen dann eben doch zu H&M oder Zara und die sind ja, wie du schriebst, auch nicht besser. Die Schlafsachen sehen echt süß aus, ich hab die lange karierte Hose übrigens in rot und sie dauernd an, einfach zu bequem!
    Liebe Grüße :)

    • Der Unterschied ist, dass sich die Körbe bei H&M nicht so vollgepackt werden, demnach weniger konsumiert wird und man vermeintlich nachhaltiger handelt. Irgendwie. Aber es ist die Entscheidung, die man bewusst eingeht. Und ob ich nun „bewusst“ bei Primark kaufe, oder bei H&M… das ist denke ich Jacke wie Hose.

      LIebe Grüße!

  7. Sehr schöner Post!
    Und ganz ehrlich: Solange Leute im Januar Erdbeeren kaufen, für 2kg Äpfel 0,99€ bezahlen wollen und die heimische Landwirtschaft hier nach und nach zu Grunde geht, brauchen wir mMn gar nicht über Mode zu reden.
    In diesem Land läuft so viel falsch, wenn es um bewussten Konsum geht. Da würde ich ja eher bei den Lebensmitteln anfangen, wo alle auf dem Gesundheits-Trip sind und sich trotzdem freuen, wenn die Milch noch günstiger wird.Aber Regionalität pseudomäßig hochleben lassen.

    Anders ist es mit der Mode auch nicht. Ob ich jetzt meinen eat-clean-Frühstücksquark mit verzüchteten, zig Mal um die Welt gekarrten Erdbeeren garniere oder 200€ Plastikschuhe einer Trendmarke kaufe um mich gleichzeitig über sich ungesund ernährende Menschen oder Primark-EinkäuferInnen auszulassen macht doch keinen Unterschied.

    Ich halte es in diesem Sinne wie du: Weniger Konsum. Dem Budget angepasst. Sich zweimal überlegen, was man braucht. Und nicht die Taschen vollstopfen (sei es mit Lebensmitteln, Mode, Smartphones,…) um die Dinge kurze Zeit später wegzuwerfen, wenn ein neuer Trend kommt.

  8. Pingback: 20 8 15 | reingeschlüpft

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