reingeschlüpft

Big 9

Hallo ihr Lieben,

heute erwartet euch ein wohl ziemlich langer Beitrag (zumindest habe ich das gerade beim Tippen im Gefühl), den ich selbst ziemlich spannend finde und ich mich jetzt schon die ganze Zeit frage, was ich wohl vergessen werde.

Es geht darum, dass ich durchaus oft gefragt werde, „wie ich das mache, dass die einfachen Outfits trotzdem so besonders aussehen“ und „warum ich gar nicht so viele Klamotten zu haben scheine, obwohl es nach mehr aussieht„.

Ich habe um ehrlich zu sein noch nicht viele Beiträge zu Konsumkonzepten gelesen, ich höre nur immer wieder von verschiedenen Techniken, wie man sich selbst austricksen kann weniger zu kaufen, weniger zu haben, weniger zu tragen. Die einen beschränken sich auf 30 Teile im Monat, die anderen suchen im Jahr nach nur 5-Key-pieces, andere wiederum fasten völlig. Mir sind diese Konzepte immer etwas fremd, da Mode für mich etwas ist, das Spaß macht und ich mir hierbei keine unangenehmen Regeln aufstellen möchte, die für mich nur mit viel Überlegung und vielleicht auch mit etwas Frust durchzuziehen wären.

Nichtsdestotrotz habe ich seit einiger Zeit darüber nachgedacht, wie dieser Umschwung bei mir kam (von viel und günstig auf wenig und teurer) und warum ich mit „doch recht wenig“ (das liegt natürlich im Auge des Betrachters, aber ein zweitüriger Hemnes-Schrank von Ikea  scheint mir dann doch ganz ok) ziemlich gut auskomme.


 

Dazu gehört vielleicht eine kleine Vorgeschichte: früher ging ich nicht gerne shoppen, um ehrlich zu sein musste meine Mama mich dazu zwingen. Ich wusste zwar schon als 3-Jährige ganz genau, was ich tragen wollte (das waren nämlich nur Rüschenkleider) und was auf gar keinen Fall an meine Beine kam (das waren Hosen), aber trotzdem bin ich mit einem Verständnis dafür groß geworden, was man braucht und was nicht. Bis ich ungefähr 17 war, hatte ich für jede Saison nur jeweils eine Jacke, vielleicht insgesamt 3 Paar Schuhe und meine Mutter fasste sich jedes Mal an den Kopf, wenn ich mich wieder einmal weigerte, mir neue Schuhe von ihr kaufen zu lassen. Ich sah nicht verlottert oder schrecklich aus (also jetzt im Nachhinein betrachtet schon, aber für die damalige Zeit nicht), aber ich war der Meinung, dass es nicht so unglaublich wichtig war, viel zu haben.

Das große Interesse für die Mode kam dann so mit 18 und dann aber auch kurz richtig. Möglichst viel für möglichst wenig Geld, viel Abwechslung, jeden Tag neu aussehen, sich neu gestalten, selbst finden. Ich gab nicht mehr Geld aus als jetzt, aber ich kaufte schon nach Masse. Am Ende meines 19. Lebensjahres stand ich dann vor einem Schrank, in dem so unglaublich viel drin steckte, aber aus dem ich so gar nichts mehr heraus holen konnte. Das war der Punkt an dem ich begann, mir genauere Gedanken darüber zu machen, was man denn überhaupt braucht, um so auszusehen, wie man es gerne würde.

Das Internet war mir mit seinen ganzen Inspirationen eine große Hilfe, ich schaute mir Frauen an, die den Stil hatten, den ich gerne hätte. Schon früher wusste ich ziemlich gut wohin ich wollte, wenn ich dann aber im Laden stand und ganz überhäuft wurde vor lauter Angeboten und Möglichkeiten, wusste ich am Ende gar nicht mehr, wie zur Hölle man aus den ganzen Einzelteilen ein Outfit basteln soll.

So ließ ich mich inspirieren und fing an, mir im Kopf eine kleine Liste zusammen zu stellen, nach der ich dann mehr oder weniger einkaufen ging. Die war mir nie wirklich bewusst und ich habe sie erst vor einer halben Stunde mal ausformuliert, aber ich denke, dass die folgenden 9 Punkte diejenigen sind, nach denen ich einkaufen gehe und dank denen ich nun den Kleiderschrank habe, den ich mir immer gewünscht habe.

Natürlich ist mein Konzept eher nur für den minimalistischeren Stil anwendbar, da gerade z.B. Boho-Outfits von Krimskrams und viel Klimbim leben, für euch Mädels, die sich gerne so kleiden, vielleicht eher weniger interessant. Wer es aber auch gerne reduziert mag, ist herzlich eingeladen weiter zu lesen (die anderen natürlich auch!).


 

1. Schöne Basics

basics

Es gibt für mich nichts Wichtigeres als Basics. Als ich vor dem vollen Kleiderschrank stand (der mit 18, ihr wisst schon), hatte ich lauter gemusterte Einzelteile, die ich aber nie tragen konnte, da ich sie nicht zu kombinieren wusste (und auf Mustermix stand ich nicht so). Ich dachte immer „Man, für so ein simples weißes Shirt willst du doch keine 15€ ausgeben!“, aber letztendlich waren es dann (das merkte ich schnell) die am besten investierten 15€ seit langem.

Wichtig bei Basics ist mir a) das Material (dazu aber später mehr), aber b) vor allem, dass die Basics natürlich einfach sind, aber dennoch immer etwas Besonderes haben. Seien es umgeschlagene Ärmel, eine kleine Maserung, ein asymmetrischer Verlauf oder eine interessante Raffung. Vermutlich waren gerade diese – in meinen Augen – „langweiligen“ Basics (figurbetont, runder Ausschnitt, fertig) Schuld daran, dass ich mich bisher immer geweigert hatte, sie zu kaufen.

Aber jetzt ist es so, dass ich mich mit einem einfachen, aber schönen Basic wohler fühle, als mit einem aufregenden Trendteil. Ein schönes weißes T-Shirt mit z.B. umgeschlagenen Ärmeln, locker in eine Jeans gesteckt – fertig ist das Outfit.


 

2. Ideale Passform

Passform

Vielleicht ist dieser Punkt sogar noch wichtiger als der erste, wobei er diesen ja sogar mit einschließt. Mir fiel auf, dass ich des Preises wegen ganz oft Kompromisse eingegangen bin. „An dem Kleid muss ich ein bisschen zuppeln, aber für 10€ kannst du es ja mitnehmen“, „Ach die Schuhe laufen sich schon noch ein, die werden noch weicher“, oder aber auch (und das ist das Schlimmste) „mit nem Gürtel wird die Jeans schon passen“.

Nein nein und nochmal nein. Falls ihr keine Schneiderin seid oder eine Freundin von euch eine ist, werdet ihr dieses Teil nach dem Kauf nie wieder sehen (außer vielleicht beim Aufräumen in der hintersten Ecke eures Schrankes).

Eine Jeans darf nicht zwicken, sie darf aber (gerade am Bund) auch nicht zu weit sein. Sie sollte sich gut anfühlen und auch am Knöchel gut sitzen (das ist zum Beispiel eins meiner größten Probleme). An Kleidern darf hingegen nicht rumgezuppelt werden müssen, Winterjacken dürfen nicht nur offen gut aussehen. Tragt ihr hingegen eine gut sitzende Jeans, ist das ganze Outfit schon fast perfekt.

Also geht keine Kompromisse mehr ein, für keinen Preis der Welt. Ihr werdet die Teile nicht mehr tragen, weil ihr gar keine Lust habt, jedes Mal auf etwas achten zu müssen. Lasst es und kauft euch lieber eine Hose, die etwas teurer ist (falls nur diese gut sitzt), als drei Hosen nacheinander für weniger Geld, bei der ihr jedes Mal denkt „mit der wird’s jetzt sicher besser“.


 

3. „Aufregende“ Details

details

Wenn man sich so schlicht kleidet, kann es durchaus passieren, dass man sich auch mal langweilig fühlt. Geht mir auch oft so. Ich gebe auch zu, dass ich nicht gerne Schmuck trage, schon gar nicht gerne Ketten, da ich das Gefühl im Nacken nicht mag. Aber sorgfältig ausgewählte Details können ein ganzes Outfit interessant machen.

Achtet beim Schmuck möglichst darauf, nicht unbedingt Modeschmuck zu kaufen. Vielleicht ist es bei euch anders, aber bei mir läuft jeder Modeschmuck nach 1-2 Mal tragen an, wird grün und ich schmeiße ihn in die Tonne. „Waren ja nur 5€!“ kann man sich denken, aber ich denke mir „Es waren jedes mal 5€ für die Tonne!“. Für Goldschmuck bin ich um ehrlich zu sein zu geizig, aber Edelstahl und Silber bekommt man zum Teil schon für relativ wenig Geld. Guten Schmuck machen meiner Meinung nach &other stories, COS und zum Teil auch Zara, von diesen drei Vertretern ist mir zumindest noch nichts angelaufen und der Schmuck hält wirklich lange. Wer gerne Ringe trägt, sollte sich unbedingt bei COS umschauen.

Auch farbige Lippen und/ oder Nägel machen aus einem eher monochromen Outfit direkt etwas Besonderes. Ich persönlich variiere sehr gerne mit Rottönen und lasse sie als einzigen Farbtupfer mein sonst sehr tristes Erscheinungsbild erhellen.

 


 

4. Materialien zum Wohlfühlen

materialien

Acryl, Polyester, Polyacryl, mhmmm könnt ihr den Sommermuff schon riechen? Ich ja. Von diesen Materialien habe ich mich in den letzten 4 Jahren nahezu komplett verabschiedet. Ausnahmen mache ich zum Teil mal bei einer Stoffhose, einem ärmellosen Kleid oder sehr sehr weiten Blusen, bei denen der Schweiß nicht direkt im Stoff hängen bleibt und sein Aroma entfaltet.

Früher war ich um ehrlich zu sein noch nicht so bewandert, sodass ich den unangenehmen Geruch auf die Stoffe zurück geführt habe. Ich wunderte mich nur oft, warum andere Menschen so intensiv mufften oder ich es selbst tat, sodass ich mich nach der Schule sofort umgezogen habe. Irgendwann entdeckte ich einen gewissen Zusammenhang zu vor allem Polyesterblusen und verzichtete darauf. Aber auch Acrylpullover nervten mich zunehmend, nach jeder Wäsche kamen sie steinhart aus der Waschmaschine und ließen meine Haare abstehen, sodass ich sie irgendwann nicht mehr anziehen wollte.

Und so ist jetzt meine erste Bewegung zum Kleidungsstück immer die an den Stoff und im zweiten Schritt dann die zum Schildchen, in dem steht, woraus das Kleidungsstück gemacht ist. Tierliebhaber stößt es jetzt vermutlich sauer auf, aber ich bin für Wintersachen nun auf Wolle umgestiegen. Kaschmir, Merinowolle, aber auch normale Wolle. Das hält warm, ist weich und nach zig Wäschen sehen meine Sachen noch immer aus wie am Anfang, sind weich, riechen gut und meine Haare bleiben auch dort wo sie sind.

Bei T-Shirts und Blusen trage ich hauptsächlich Leinen, Baumwolle und Viscose, vereinzelte Seidenschnäppchen sind auch dabei. Viele sagen, dass sie wenig von diesen Stoffen bei den üblichen Verdächtigen finden, aber ich bin der Meinung, dass man einfach ein Gespür dafür entwickeln muss und dann auch sehr viele sehr schöne Teile finden kann. Wenn man für sich erstmal klipp und klar festgelegt hat, dass man nicht mehr nach Kunstfasern suchen will, dann tut es auch gar nicht mehr so weh, die ursprünglich ach so hübsche Bluse eiskalt hängen zu lassen.

 


 

5. Muster zur Abwechslung

streifen

Neben all dem Basicüberschuss gibt es auch mal Outfits, in denen ich ein Muster einstreue, um mich nicht vollkommen langweilig zu finden. Ich gebe zu, Streifen sind nicht der größte Wahnsinn, aber ich liebe sie und für mich sind sie interessant genug. Es gibt sie in breit, in schmal, Weiß auf Schwarz oder Schwarz auf Weiß, in navy mit Weiß oder anderen Kombinationen. Ihr seht, dem sind keine Grenzen gesetzt!

Aber natürlich gibt es auch hier und mal da andere Muster, die ich immer mal wieder zu den Bascis einstreuen kann. Dazu gehören gemusterte Hosen (okay, es sind insgesamt nur zwei und die Blumenhose ist eine davon), ein kariertes Hemd, aber auch Spitzenshirts oder verschieden farbige Oberteile.

Ich bin kein Fan von vielen Mustern (das soll übrigens auch kleiner machen, habe ich vor vielen vielen Jahren einmal gelesen, war aber anscheinend sehr prägend, sodass ich es immer noch weiß), aber ein paar in meinem Schrank dürfen trotzdem nicht fehlen.

 


 

6. Jacken für jede Gelegenheit

Jacken

Wie oben bereits erwähnt, besaß ich bis ich 17 war für jede Jahreszeit nur eine Jacke. Einen Mantel für den Winter, eine Jacke für den Übergang. Wenn dann mal eine Feier oder ein anderer Anlass anstand, versank ich in großer Verzweiflung und wusste gar nicht, wie ich aus dem Schlamassel wieder raus kam. Eine bunte Allwetterjacke konnte ich schlecht über das schwarze Kleid für die Beerdigung ziehen.

Es hat auch ziemlich lange gedauert, bis ich mich an den Jackenkauf heran gewagt habe, da in meinem Kopf verankert war, dass man nicht viele braucht. Der Meinung bin ich noch immer, aber (ABER) Jacken können so schnell ein ganzes Outfit verändern. Ich habe einen Daunenmantel (würde ich aber nicht wieder kaufen, der Kauf fand leider statt, bevor ich wusste, wie die Daunen aus der Gans kommen…), zwei Wollmäntel (grau und schwarz), zwei Trenchcoats (schwarz und beige), zwei Lederjacken (schwarz), eine Jeansjacke und einen Parka. Oh und zwei plüschige Bikerjacken für bis zu 0°C (beige und schwarz) habe ich auch noch. Das sind alles ziemlich schlichte Jacken, aber trotzdem kann ich mit diesen Jacken jedes Outfit passend zusammen stellen. Und wenn es eher mal schick sein soll, ziehe ich über die blaue Jeans und das weiße Shirt den beigen Trenchcoat. Soll es etwas lässiger sein, kommt darüber die Lederjacke.

Es sind keine großen Variationen, aber dafür sehr feine mit Oho.


 

7. Geliebte Taschen

taschen

Tada, hier seht ihr meine einzigen Taschen, die in meinem Alltag kursieren. Mehr habe ich nicht. Ein Rucksack für die Uni, eine schwarze Shoppertasche für „es muss viel mit und ich muss stopfen“, eine schöne Ledertasche für wenig Kram und eine kleine Tasche zum Weggehen.

Ich gebe zu, dass ich gerne mehr Taschen hätte, aber ich bin hierbei sehr anspruchsvoll und möchte auch Taschen fürs Leben haben. Mit der Mansur Gavriel Replika von Lush (oben rechts) habe ich schon den Anfang gemacht, die anderen Taschen werden aber nicht mehr allzu spät ihren Geist aufgeben. Die Tasche von H&M (übrigens damals für 20€ und sie hält schon seit 4 Jahren!) wird aber bald in den Ruhestand versetzt, wobei ich euch das sicher schon seit über einem Jahr schreibe.

Jetzt habe ich lange um den heißen Brei herum geredet, was ich damit aber sagen will ist, dass es besser ist (wie bei eigentlich allem), ein paar ausgewählte Lieblingstaschen zu haben, die man zu jeder Gelegenheit tragen möchte, die stabil sind, hochwertig aussehen und die möglichst auch noch praktisch sind, als solche, die man sich eben mal für 20€ unter den Arm klemmt und dann im Taschenwulst aus 40 anderen Taschen versumpfen lässt. Außerdem hat man so viel weniger Umräumarbeit (obwohl ich so schon mal mein Portemonnaie in dem Rucksack vergesse, wenn ich doch eine Tasche nehme).

 


 

8. Bequeme Schuhe

Schuhe

Oh, ein so wichtiges Thema. Ich weiß gar nicht, wann ich zum ersten Mal wieder richtig bequeme Schuhe getragen habe. Das ist sicher auch erst vor 5 Jahren passiert. Wie es dann früher so war, hatte ich in jeder Saison nur ein Paar Schuhe, die waren dann auch fertig mit der Welt. Mit 18 kaufte ich dann möglichst viele Paare, gerne bei Schüh und Konsorten (die 10€ Ballerinas aus wohlduftendem Plastik, die nach einigen Tagen Tragen noch wohliger riechen, hmmmm!), die mir von den Füßen fielen, stanken (sowohl beim Kauf, als auch danach, nur die Art des Geruchs änderte sich), Blasen machten oder mir auch einfach – ja, es war einfach so – zu billig aussahen.

Hochwertige Schuhe werten ein ganzes Outfit auf und das wurde mir dann auch klar. Hier wieder für die Tierschützer, ja, ich kaufe Schuhe aus Leder und seitdem hatte ich nie mehr auch nur ansatzweise das Gefühl, dass meine Füße einen unangenehmen Geruch annehmen würden, wie das im Sommer in den Umkleidekabinen bei H&M und Konsorten immer so schön zu beduften ist. Meine Schuhe halten jahrelang, ich lasse sie neu besohlen und kann mich nachhaltig an ihnen erfreuen. Früher wurden die Schuhe nach 2 Monaten halt weggeschmissen.

Eine Freundin von mir erzählt mir immer wieder „ja, dann habe ich mir für den Urlaub halt 4 Paar Ballerinas für je 10€ gekauft, die schmeiße ich danach weg, ist doch egal“ und ich stehe jedes Mal kopfschüttelnd daneben und frage mich, ob das die Lösung sein kann. Für mich ist sie es nicht.

Wichtig ist außerdem noch, dass man bei Schuhen keine Passformkompromisse eingeht. Wenn sie drücken, werden sie das meistens auch weiterhin tun. Ob man das irgendwann ignorieren wird? Man denkt: bestimmt! Man macht: es nicht. Alle Schuhe, die ich mir trotzdem gekauft habe, habe ich wieder verkauft.

Ein Schuh muss bequem sein, man darf nicht herausschlupfen, er darf nicht drücken. Er muss gut sitzen und dann ist er sein Geld für die nächsten Jahre auch wert.

 


 

9. Harmonisches Farbspektrum

Farbspektrum

Und am Ende hat sich dann vielleicht ein harmonisches Farbkonzept bei euch ergeben. Dieser Punkt ist nicht zwingend ein Muss, erleichtert aber definitiv die Zusammenstellung der Outfits.

Natürlich habe auch ich Teile, die vollkommen aus dem Rahmen fallen, wie einen knallroten Rollkragenpullover oder ein buntes Kleid. Aber das sind dann Einzelteile, die wiederum mit dem restlichen Inhalt meines Kleiderschranks kombiniert werden können. Wenn fast alles mit fast allem kombiniert werden kann, hat man nahezu unendlich viele Möglichkeiten, Outfits zu erstellen.

 


Ich liebe Mix & Match und letztendlich ist das auch das „Geheimnis“ eines aufregenden Kleiderschranks. In meinen Augen sind dies nicht die Anzahl von interessanten Teilen, sondern die Summe der Möglichkeiten, die man aus den wenigen Teilen heraus holen kann.

In diesem Sinne, habt einen schönen Nachmittag und Abend und vielleicht hat es der einen oder anderen ja geholfen.

Eure

reingeschlüpft

Advertisements
Dieser Beitrag wurde am Mai 6, 2015 um 15:37 veröffentlicht. Er wurde unter Articles, Fashion, Favourites abgelegt und ist mit , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

21 Gedanken zu „Big 9

  1. Toller Artikel! Genau die 9 Punkte versuche ich auch einzuhalten und seitdem gibt es bei mir kein morgendliches Schrankdrama mehr. Es gibt nämlich nichts schlimmeres, als sich morgens im totalen Stress zehn Mal umzuziehen und dann doch so aus dem Haus zu gehen, dass man sich den ganzen Tag nicht wohlfühlt.

    • Also ich muss zugeben, dass es bei mir durchaus auch mal solche Tage gibt :-D Aber meistens sind es die, wenn ich lange lange nicht mehr gewaschen habe und mir so ein paar Lieblingsteile fehlen, die an so doofen Tagen immer gehen. Aber du hast Recht, es kommt viel viel seltener vor und das ist so wunderbar! Ganz liebe Grüße!

  2. Ein sehr schöner Post! :)

    Bei mir war es schon immer so, dass ich sehr ausgewählt gekauft habe, wenn ich schon mein Geld dafür ausgebe, dann musste das Teil auch perfekt sein, ich habe mich da immer sehr schwer getan und deshalb auch immer nur sehr wenige Klamotten gehabt, weil mir einfach immer nichts gefallen hat :o und mit den Basics ging es mir auch wie dir, ich hatte keine Lust 20 Euro für so ein unbesonderes, schlichtes Shirt auszugeben. Mittlerweile sind das meine liebsten Käufe. Ich kenne auch das Nur-1-Paar-Schuhe-pro-Saison-Problem und bin auch heute noch auf der Suche nach einer schönen Handtasche, an jeder stört mich etwas und ich bin nicht gewillt auch nur 20 Euro für einen Kompromiss auszugeben!
    Schminke kaufen ist so viel einfacher :D

    Marie x
    pocketfulofmakeup.blogspot.com

    • Schminke kaufen ist einfacher? :-D Ich finde das so viel schwieriger! Da weiß man von Anfang an nie, was man bekommt. Ob man es verträgt, ob es gut hält, ob es verläuft, ob es maskenhaft wirkt. Das ist für mich immer ein Graus! Aber das Handtaschenproblem ist bei mir ganz genau so… deswegen warte ich immer noch auf die perfekte Tasche… für viel Geld hätte ich sie, aber mehr als 100€ kann ich derzeit nicht ausgeben und in diesem Segment sagt mir keine zu :-(

      Alles Liebe!

      • Naja da liest man sich vorher einige Reviews durch und auf geht’s ;-) Auf jeden Fall habe ich da nicht das Problem dass mir nichts gefällt, sondern mir gefällt viel zu viel :o

  3. milomha sagte am :

    Ich bin auch kein Fan von diesen „Capsule Wardrobe“-Dogmen. Es kann sich natürlich gern jeder halten, woran er möchte, aber mir persönlich wäre so etwas zu strikt. Vor allem bin ich eh total inkonsequent, da würd ich mir die Extrateile schon irgendwie schönreden ;-) Ich halte es da tatsächlich auch eher wie du, tatsächlich auch ohne groß darüber nachzudenken. Mit qualitativ hochwertiger Kleidung macht man nichts falsch, wenn man sie gut pflegt, hält sie in der Regel auch lange. Dass Pflege das Leben verlängert, gilt allerdings oft auch für „minderwertigere“ Kleidung (wie deine H&M-Tasche ja beweist). Gut, wohl ungefähr jeder sah in der Pubertät kacke aus und hat mal Billigschuhe gekauft, aber erstens lernt man ja daraus und zweitens trau ich auch keinem, von dem es keine hässlichen Bilder gibt. Die Leude haben Leichen im Keller ;-) Der große Vorteil von so einem recht schlichten Geschmack ist ja, dass die „Grundgarderobe“ sich eigentlich nicht groß verändert. Meine Mama, von der ich wohl meinen Geschmack geerbt habe, zieht sich im Grunde genauso an wie ich (gut, die Jeans sitzt vielleicht ein bisschen weniger eng und die Haare liegen besser…ähm, ja), ohne dass sie aussieht als würde sie mit ihrem Alter nicht klarkommen oder ich altbacken aussehe. Viele halten diese Art sich zu kleiden ja für sehr langweilig, sehe ich aber überhaupt nicht so. Und bevor das hier noch in einem peinlichen Roman endet, lass ich dir noch liebe Grüße da und verschwinde :-)

    • Oh, aber so ein schöner Kommentar, den habe ich sehr gerne gelesen! In allen Punkten kann ich dir nur zustimmen. Ich habe nie das Gefühl, dass irgendein Teil irgendwie „unmodisch“ sei, oder irgendwann unpassend wird. Natürlich verändert sich auch der Geschmack trotzdem im Laufe der Zeit weiterhin, aber ich denke, es wird kaum zu einem wirklichen „Bäh, wie konnte ich nur?!“ kommen. Ganz liebe Grüße!

  4. foundontheway sagte am :

    Lang, aber lohnt sich :) Du hast die wichtigsten Punkte herausgestellt. Ich bin schon seit langem dabei, meinen Kleiderschrank umzustellen. Mir ist dabei auch aufgefallen, dass ich meistens die Basics und ein paar gemusterte Lieblingsteile habe. Dann habe ich natürlich noch den ganzen Teheran-Krempel im Kleiderschrank. Da geht es mir dann hauptsächlich um bequem und luftig. Wenn es nach Deutschland zurück geht, wird da erstmal ausgemistet :)

    • Man hat immer Ausnahmen dabei, aber die machen ja auch riesig Spaß und holen einen immer wieder zurück, wenn man gerade doch mal auf die Idee kommt, seinen Kleiderschrank langweilig zu finden. Liebe Grüße!

  5. Wow, toller Beitrag! Du hast einen super Stil!

    Liebe Grüße,
    Verena
    whoismocca.com

  6. Pingback: Basic-Liebe | reingeschlüpft

  7. Hammer! Danke für diesen tollen Beitrag! Man merkt wie viel Mühe dahinter steckt. Diese Tipps sind richtig gut und ich werde sie auf jeden Fall bedenken wenn ich nächstes mal Shoppen bin. Ich hab alles gelesen, und es war vielleicht lang aber total interessant und hilfreich! Diese 30 Kleidungsstücke und nicht mehr Regeln möchte ich mir auch nicht setzen. Dafür liebe ich Mode zu sehr. Vielen lieben Dank nochmal :)
    Liebe Grüße ♥

  8. Pingback: Unverhofft kommt oft | reingeschlüpft

  9. matchamilady sagte am :

    I’m writing a series of posts about my dislike for the aesthetic element of the capsule wardrobe on my blog this week. I also wrote a few posts on replacing the usual basics for something that can still be called basic but is much more my style. I don’t hate the capsule concept, I hate the neutral colour scheme and lack of pattern that goes with it. I’m all about colour and pattern and how to combine things within a variety of styles. I do however transcribe to the art of buying less and quality (I don’t shop at Primark anymore). You really can have too much stuff and once you narrow it down to the pieces that you usually reach for, to me it doesn’t matter if they are basics/neutrals or not, it’s what you wear all the time that makes up your personal capsule wardrobe. For example I have an abundance of yellow dresses and tops, not most people’s staple but for me, yellow replaces white which I much prefer and is a staple colour/style for me. It’s all about what suits you and not about the generic capsule, otherwise we would all dress the same and it’s boring. Why have fashion if everyone dresses in the same style?

  10. Corinna sagte am :

    Toller Post! :) Ich finde die gezeigten Sachen echt sehr schön, könntest du vielleicht sagen wo du die her hast bzw generell wo du gerne einkaufst? :) Onlineshops oder auch gern „normale“ Läden/Marken!
    Speziell würden mich die Marken von den ganzen Basics (von 1) und dem grauen Pulli (bei 4) sehr interessieren, wäre toll wenn du das noch weißt! Liebe Grüße :)

    • Vielen Dank für deinen lieben Kommentar :-) Also das mit den Läden ist um ehrlich zu sein ganz einfach, das sind bei dem ersten Bild Zara, H&M und COS und der graue Pulli aus 4 ist auch von Zara :-) Man muss sich einfach immer genauer und detaillierter bei den „üblichen Verdächtigen“ umschauen, dann kann man wirklich großartige Funde machen! Ich kaufe wirklich nicht in irgendwelchen kleinen Läden ein, dafür bin ich ein zu großes Gewohnheitstier, deswegen sind meine Sachen in 80% der Fälle von Zara und H&M, manchmal Mango und COS und TkMaxx. Viele liebe Grüße!

  11. Ein wirklich guter Post! Ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen und habe sehr sehr ähnliche Erfahrungen gemacht was das wenig Kleidung haben (und wollen) in der Jugend hin zu Masse, Masse, Masse und dann zu teurer aber qualitativ hochwertiger angeht,

  12. Pingback: Shopping Haul 1. Quartal 2016 | reingeschlüpft

  13. Pingback: How to „Nobel geht die Welt zugrunde“ ohne es zu sein. | reingeschlüpft

  14. Pingback: Ausmisten like a pro | reingeschlüpft

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: