reingeschlüpft

BHA. AHA?

Sie ist wieder da. Die Zeit mit der Heizungsluft und dem blauen Licht von draußen, das uns irgendwie kränklicher erscheinen lässt. Rötungen werden nun besonders gut in Szene gesetzt, die Heizungsluft verstärkt diesen Effekt. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir der Winter hauttechnisch gefallen würde. Ich bin froh, wenn im Frühling und Sommer ein paar Sommersprossen dazu kommen und das warme Licht ein paar Unebenheiten weg schummelt. Am glücklichsten bin ich aber, dass meine Haut im Sommer nicht so trocken ist wie im Winter, denn damit habe ich tatsächlich am meisten zu kämpfen. Und um das ganze noch ziemlich widersprüchlich zu machen, ist meine Haut obendrein auch noch unrein. Wundervoll. Also bekämpft man in der Regel meist eher die Unreinheiten, fördert damit aber die Trockenheit. Geht man gegen die Trockenheit vor, sprießen neue Pickel. Im Internet habe ich oft gelesen, dass erstaunlich viele darunter leiden und mir persönlich konnte bisher noch keine Kosmetikerin oder Hautarzt weiterhelfen. Also probiere ich immer fröhlich rum, aber nicht zu fröhlich, denn zu viel irritiert meine Haut zusätzlich und außerdem fehlt mir dafür auch einfach das Geld.

So kam es, dass mir eine Freundin von BHA und AHA vorschwärmte und ich  zunächst überhaupt nicht wusste, wovon sie da gerade redete. Die Rede war von chemischen Peelings. Genau, chemisch. Nicht mechanisch, wie die, die wir aus der Drogerie kennen (die, mit den groben Körnern drin, die uns versprechen die Haut völlig ebenmäßig und glatt zu machen und letztendlich nur die oberste Hautschicht aufrubbeln und sie verletzen können). Chemische Peelings sind anders, da sie die oberste Hautschicht – Überraschung – chemisch abschälen und das völlig ohne mechanischen Aufwand.

Um mal kurz die Begrifflichkeiten zu klären: AHA steht hier für Glykolsäure, die aus Zuckerrohr gewonnen wird und BHA für Salicylsäure.

So, was hat das jetzt mit den von mir genannten Problemen zu tun? Wie immer versuche ich mich hier auf die Wirkung auf meiner Haut zu beschränken, da ich mich a) sowieso nie kurz fassen kann, b) weder Kosmetikerin, noch Hautärztin, noch chemisch begabt bin und c) auch keine Muße dazu habe, all die Sachen über Ph-Wert, was genau passiert da mit der Haut, was sind alle Wirkungen und alle Nebenwirkungen etc. pp. zu erzählen. Dazu gibt es im Internet schon genug, ihr müsst einfach nur googlen (und die wissen auch viel mehr als ich).

AHA gilt sozusagen als Nummer 1 in der Anti-Aging-Pflege und wird grob gesagt eher bei einer trockeneren, vielleicht mit Pigmentflecken und feinen Fältchen bedeckten Haut empfohlen, also einfach, um den Teint zu optimieren. BHA hingegen wird vor allem bei Mischhaut und fettiger, unreiner Haut empfohlen, wenn man also nicht nur von fahl auf rosig umspringen will, sondern tatsächlich etwas grundlegend an seinem Hautbild ändern möchte.

Beide Produkte schließen einander nicht aus, so ist eine Kombination möglich, laut Paula’s Choice, deren Produkte ich benutze, aber nicht zwingend notwendig. Viele berichten in Foren von guten Ergebnissen, wenn sie beides verwenden, es wird aber durchaus darauf hingewiesen, dass bei reiner Haut BHA nicht notwendig ist. Für diejenigen, die wie ich auch eine unreine Haut haben, ist AHA als Zusatz aber auch sehr nett.

Ganz zu Anfang (wobei man an dieser Stelle glaube ich nicht mehr von dem Anfang reden kann…): ich habe zwei Produkte von Paula’s Choice auf meine Nachfrage hin (ich habe das initiiert, nicht PC) zugeschickt bekommen. Das ist zum einen das 1% BHA Gel und zum anderen die Skin Recovery Hydrating Treatment Mask. Die anderen beiden Produkte (2% BHA Liquid und das 10% AHA Liquit) habe ich mir zusätzlich selbst gekauft, nachdem ich die beiden Produkte eine Zeit lang getestet habe.

Ich teste nämlich schon seit September, damit genügend Zeit verstrichen ist, um euch tatsächlich erzählen zu können, was bei mir passiert ist (mein Freund macht sich schon darüber lustig, dass meine Haut nach jeder Lobeshymne auf ein Produkt am nächsten Tag schlechter wird und ich es dann doch verfluche – deswegen die lange Vorlaufzeit).

So: um es nochmal kurz zusammen zu fassen:
Hautzustand: unrein und fettig, gleichzeitig sehr trocken.
BHA und AHA: entfernen die oberste Hautschicht, sodass pflegende Produkte optimaler einziehen können / reinigen die Poren / verleihen ihr ein ebenmäßigeres Aussehen

 

BHA

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Nachdem ich bei PC ganz lieb beraten wurde, einigten wir uns erstmal auf das 1%ige BHA Gel. Zum einen ist es sanfter zur Haut, zum anderen berichtete ich davon, dass ich auf Wasser sehr empfindlich reagiere (ja, kein Scherz…) und das Liquid natürlich auf Wasserbasis beruht.

Nun zu der Wirkung: das BHA wirkt direkt in der Pore. Es zieht in sie ein und ist lipophil, also fettliebend und kann das Fett der Haut deswegen direkt an sich binden. Es ist ein lustiges Phänomen, denn ca. 15min nach dem Auftrag kann man sehen, dass jede Pore zu glänzen scheint. Ich habe richtig das Gefühl, dass sich die Pore öffnet und ja, manchmal stehe ich mehr als nur ein paar Sekunden fasziniert vor dem Spiegel, um mir das anzusehen.

Die größte Wirkung aber erzielt das Produkt, klingt jetzt ziemlich blöd, zur Hautberuhigung. Leider habe ich noch immer Mitesser und auch noch immer vergrößerte Poren, das Produkt konnte es leider nicht schaffen, dass sich das ändert. Aber ich drücke auch manchmal einfach so gerne und wie viele Abende habe ich mich dafür gehasst, weil man verquollen und rot aussah und genau wusste dass das bis zum nächsten Tag nicht weg ist.

Trage ich nach so einem kleinen, ähäm, Aussetzer das BHA auf, dann klingt die Rötung innerhalb weniger Minuten ab und am nächsten Tag ist nichts mehr von meinem kleinen Ausrutscher zu sehen. Gar nichts. Das ist faszinierend und für mich tatsächlich eine tolle Wirkung, wenn auch eine andere, als ich mir erhofft hatte. BHA wirkt nämlich zusätzlich antibakteriell.

Deswegen bestellte ich mir nochmal das 2%ige BHA Liquid, einfach, um eine höhere Konzentration zu haben. Allerdings konnte ich keinen Unterschied feststellen, die Mitesser sind da wie eh und je, aber mein Hautbild ist insgesamt tatsächlich ruhiger geworden. Rötungen sind reduziert und vor allem schuppt sich meine Haut – meistens, gerade eben hat ihr wohl die Heizungsluft wieder vemehrt zugesetzt – deutlich weniger.

Das ist meine Erfahrung mit BHA und auch wenn ich nicht von so großen Erfolgen wie viele andere reden kann (mein Wundermittel gegen die unreine Haut ist noch immer Mönchspfeffer, auch wenn er meine Brüste hat schrumpfen lassen), kann ich es empfehlen.

 

AHA

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AHA ist wie oben angedeutet so ein bisschen mehr auf die Frische und Jugendlichkeit der Haut ausgelegt. Anders als das BHA wirkt das AHA in einer tieferen Hautschicht und kann sie damit mit Feuchtigkeit versorgen, sie stärken und wirkt sich auf den Feuchtigkeitshaushalt und die Kollagenproduktion aus.

Die Berichte über AHA waren ziemlich famos, ich war ziemlich angefixt und bestellte mir das Produkt dann auf eigene Faust. Zunächst war ich ein wenig enttäuscht, ich spürte tatsächlich keine große Wirkung. Jetzt mit der Zeit, wird mir der Unterschied – gerade im Winter – deutlich bewusst. Die Haut fühlt sich am nächsten Morgen sehr weich und zart an, sie wirkt wie neu aufgebaut. Die Farbe ist rosig und eben und wenn ich das Gefühl habe, dass ich meiner Haut zu viel zugemutet habe, sei es durch Make-up, Sport, zu viel gequetscht, wie auch immer, dann trage ich AHA auf (aber höchstens alle 5 Tage) und am nächsten Tag ist die Haut tatsächlich erholt.

Beim Auftragen selbst spüre ich ein leichtes pitzeln, also, es brennt ganz leicht. Von Schmerz kann ich nicht reden, so stark ist es nicht, aber ich spüre den Auftrag definitiv. Das ist aber ganz normal und kein Grund zur Sorge.

Insgesamt kann ich sagen, dass mir AHA sehr gut gefällt und ich es gerne benutze, weiß allerdings nicht, ob ich den Preis – für mich persönlich – gerechtfertigt finde. Dafür ist es mir dann letztendlich etwas zu… nicht wow genug. Nett ja, aber für mich als Studentin kann ich auf das nächste Döschen verzichten. Erstmal.

 

Meine Nachtpflege

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Diese Maske ist wunderbar. Ganz wunderbar. Sie wird als Maske verkauft, die man aufträgt und nach 20min wieder abspült, man kann sie aber auch zart aufgetragen als Nachtcreme verwenden und da bewirkt sie wahre Wunder. Die Haut wird gut durchfeuchtet, sie ist babyweich, ich vertrage die Creme hervorragend und mag auch die eher cremige, aber dennoch leichte Textur.

Für den Tag wäre sie zu reichhaltig, das Gesicht glänzt nach der Benutzung schon (vielleicht aber auch vom BHA / AHA zuvor, das ich nämlich unter der Creme trage) aber für die Nacht ist sie wirklich sehr pflegend.

Bevor ich die Creme auftrage, lasse ich das AHA bzw. BHA ca. 20min einwirken (ob man das tatsächlich muss weiß ich nicht einmal, aber ich fühle mich ganz gut damit und bilde mir ein, dass dann alles optimal eingezogen ist).

Ich kann euch mit trockener Haut diese Maske wirklich ans Herz legen. Mir hat sie viele Schuppen und trockene Stellen erspart und ich bin ganz dankbar, dass ich diese Maske testen konnte.

 

Jetzt aber noch, ganz wichtig (ich hoffe, ihr seid noch dabei):

Wenn ihr BHA und/oder AHA benutzt: ist Sonnenschutz ein absolutes Muss. Immer, jeden Tag. Ja, tatsächlich. Die zwei lösen eure oberste Hautschicht ab und machen die Haut daher empfindlicher für die Sonne. Empfohlen wird mindestens LSF 10, ich verwende LSF 20 und trage zusätzlich noch mein Mineral Make-up auf, das ohnehin LSF 15 hat. Im Sommerurlaub hatte ich auch mit LSF 30 kein Problem mit Sonnenbrand, also habe ich nicht gemerkt, dass ich tatsächlich empfindlicher geworden bin. Aber ich vertraue einfach mal darauf, dass es trotzdem gut ist, jeden Tag eine Creme mit LSF zu benutzen.

Die Produkte selbst findet ihr hier:

1% BHA Gel (wurde mir von PC zur Verfügung gestellt)
2% BHA Liquid
10% AHA Treatment
Skin Recovery Hydrating Treatment Mask (wurde mir von PC zur Verfügung gestellt)


 

Vielleicht seid ihr ja selbst ein wenig neugierig geworden und beschäftigt euch neben meinem eher oberflächlichen Beitrag mit der genaueren Wirkungsweise dieser Produkte, die schon sehr vielen zu einem ebenmäßigeren Hautbild verholfen haben. Natürlich gibt es nicht nur PC, die AHA und BHA verkaufen, da gibt es noch viele andere Produkte auf dem Markt.

Allerdings arbeitet PC völlig ohne Tierversuche, mit „nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich“ Inhaltsstoffen, die eine hohe Verträglichkeit aufweisen, was für mich einfach unglaublich wichtig ist.

Wenn ihr noch Fragen habt, oder Erfahrungsberichte o.Ä. dann könnt ihr mir gerne schreiben!

Viele Grüße an euch und einen wunderschönen 3. Adventsabend!

Eure reingeschlüpft

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Dieser Beitrag wurde am Dezember 13, 2015 um 17:25 veröffentlicht. Er wurde unter Beauty, Sponsoring, Uncategorized abgelegt und ist mit , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

Ein Gedanke zu „BHA. AHA?

  1. Aira Victoria sagte am :

    Vielen Dank für deinen ausführlichen und interessanten Bericht!

    Dein Hautbild entspricht exakt meinem. Entsprach! Ausser das meine Stirn fettete, meine Wangen dagegen so dermaßen dehydriert waren, dass der Talg nicht abfließen konnte und sich aufgrunddessen Unterlagerungen zu Hunderten bildeten.Welche sich selbstverständlich hier und da mal entzündeten. Mein Hals war auch voll davon. Ich bin jetzt fast 29 und kämpfe damit seit ich ca. 17/18 Jahre alt bin. Ich hatte in der Pubertät niemals Hautprobleme und habe meine Haut deswegen auch in in Ruhe gelassen.

    Irgendwann wie gesagt kamen mit 17/18 ein, zwei Pickel und Mitesser und ich hab mir gleich ein großes Anti-Akne-Programm bei Budni zusammen gestellt und es wurde SCHLIMM! Richtig SCHLIMM! Dann Kam die Pille und es wurde wieder gut, bis ich meinem Körper diese Hormonelle Verschiebung nicht mehr antun wollte und es wurde wieder schlimmer….Ein Hormontest beim Gyn hat ergeben, dass ich hormonell im Gleichgewicht liege.

    Seit ich Wasser konsequent aus meiner Gesicht lasse und Abends nur 1 Baby-Feuchttuch (für empfindliche Haut) zur Reinigung benutze habe ich keine Hautprobleme mehr.
    Es ist paradox…sobald ich Wasser an mein Gesicht lasse fängt es an zu jucken und die Unterlagerungen sprießen nur so heraus.Cremes die fetthaltig sind lassen meine Haut spannen und dehydrieren sie.

    Es ist manchmal so einfach und doch so unglaublich, dass Dinge die wir für selbstverständlich halten solche negativen Auswirkungen auf uns haben können.

    Ich bin der Meinung, dass gerade Haut die kaum Wasser in Ihrer Hornschicht gespeichert hat, der es schlicht und ergreifend an Feuchtigkeit fehlt, versucht durch vermehrte Fettproduktion zu komepnsieren. Dadurch die fettige Haut und die Unreinheiten.

    Ich bin darauf auch erst gekommen als ich den Begriff „dehydrated skin acne“ bei google eingegeben habe und diese ganzen Symptome trafen auf meine Haut zu.

    Ich hoffe das war jetzt nicht zu verwirrend und ich wünsche die noch einen schönen Tag!

    :)

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