reingeschlüpft

3 Wochen mit nur 16 Teilen

Hallo meine Lieben,

es gibt mich tatsächlich noch und um mich ein wenig zu erklären (und auch gleich den Inhalt des Beitrags zu verraten), bin ich seit 2 1/2 Wochen gar nicht bei mir Zuhause, sondern konnte dank Pfingsten, uniinternen Ausfällen und einem gut gelegten Stundenplan mal spontan (sehr spontan) statt geplanter 6 Tage nun insgesamt 3 Wochen bei meinem Freund und meiner Familie verbringen. Weder habe ich an die Kamera gedacht, noch daran, dass es auch sinnvoll sein kann Notfallschlüppis einzupacken und in diesem Sinne sind die Fotos heute eher schwammig, aber dennoch irgendwie zu erkennen (danke, S4 mini).

Und darum geht es auch heute. Fröhlich packte ich vor 2 1/2 Wochen noch für 6 Tage meinen Koffer, war sehr stolz darauf, dass alles irgendwie zusammen passt (zum Glück, sonst wäre ich jetzt aufgeschmissen) und wusste, dass das gute Wetter erst kommen würde, wenn ich schon längst wieder vor meinem vollen Kleiderschrank stehen würde. Ja, falsch gedacht.

Und nun lebe ich seitdem mit nur insgesamt 16 Teilen aus meinem Kleiderschrank, zumindest sind das die, die andere von mir sehen (Socken, Schlüppis und BHs zeige ich mal nicht, kann sich aber jeder denken, dass sich das Repertoire auch nur auf 6 Tage bezieht) und es klappt erstaunlich gut.

Das ganze deckt sich natürlich hervorragend mit meinem Vorhaben keine Klamotten mehr selbst zu kaufen, denn nun kann ich wirklich testen wie es ist, mit wenig auszukommen. Und wie das ist, erfahrt ihr am Ende. Denn ich nehme mal mit euch meine Garderobe auseinander, was auch im Umkehrschluss heißt, dass dies meine „Allrounder“ sind, also die Sachen, die ich am meisten mag und mit denen ich am meisten anfangen kann – sonst wären sie nicht im Koffer gelandet, ich bin da ganz praktisch veranlagt.

 

Das Ensemble

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Ja äh, farbig sieht anders aus, ich weiß. Plane ich aber nur für „mal gucken was kommt“ und keine bestimmten Anlässe, bin ich gerne auf der sicheren Seite. Also bewege ich mich in meinem „comfort Farbspektrum“ und das hat mir jetzt aber auch einiges gerettet. Alles kann mit allem kombiniert werden, mir fällt nicht ein, was hier nicht zueinander passt. Da ich im letzten Semester Statistik erfolgreich hinter mich gebracht habe (JAAAAAAA!!!!!), könnte ich euch theoretisch ausrechnen (theoretisch, praktisch klappt das glaube ich doch nicht mehr), unter Berücksichtigung dessen, dass man eine Hose nur mit einem Oberteil kombiniert und nicht mit einem Kleid usw., wie viele verschiedene Kombinationsmöglichkeiten es hier gibt. Und das sind mit Sicherheit erstaunlich viele (Ein Stochastik-Ass fühle sich bitte frei das zu errechnen, falls ihm/ihr gerade langweilig ist), auch wenn es für uns erstmal so erscheint, als würden diese Teile nicht viel hergeben. Aber mal der Reihe nach.

 

Tasche

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Ja, mein Alltagsliebling. Praktisch, faltbar, knautschbar, groß genug, klein genug, einfach ideal. Wenn ich auf dem Weg zur Bahn mit meinem Koffer losziehe und aus praktischen Gründen aber noch einen Rucksack trage, könnt ihr euch sicher sein, dass sie sich flach im Koffer befindet. Diese wunderbare Tasche habe ich vor einem halben Jahr in einem noname Laden gefunden und trage sie seitdem nahezu täglich. Gerade bei Taschen fällt es mir nicht schwer jeden Tag die gleiche zu wählen und deswegen komme ich die Zeit über mit ihr auch sehr gut aus.

 

Jacken

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Das hat sich beim abendlichen Ausgehen doch auch mal als schwierig erwiesen, denn mit den doch sehr kalten Temperaturen, die nun in der letzten Woche über uns hereinbrachen, habe ich nicht gerechnet. Die Jeansjacke ist für laue Sommerabende gedacht, unter die Lederjacke passt noch gut ein Pullover, sind die die Temperaturen aber unter 15°C gesunken, musste ich mir einen Pulli meines Freundes mopsen und über alles drüber ziehen. Nicht ganz so ideal, aber trotzdem ist es okay. Mir ist aber in diesem Sinne aufgefallen, dass mir eine richtige Übergangsjacke fehlt. Für viele ist das ja die Lederjacke, für mich ist sie das nicht, bei Temperaturen von ca. 8°C – 15°C (ja, das sind enorme Unterschiede! Ich bin sehr kälteempfindlich…) habe ich einfach nichts. Bei mir kommt tiefster Winter (Daunenjacke) – kalter Winter (Wollmantel) und der nächste Schritt ist bei mir schon die Lederjacke. Dazwischen fehlt etwas. Aber jetzt ist das erstmal auch egal, denn der Sommer soll ja kommen. Er muss einfach.

Die Jeansjacke ist von H&M (4 Jahre alt, es gibt aber gefühlt jedes Jahr die gleiche) und die Lederjacke von Zara (sollte ebenfalls so alt sein)

 

„Kleider“

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Ja ich gestehe, ich habe gesündigt. Ich habe mir dieses Streifenkleid gekauft. Ich konnte nicht anders, ich bin eingegangen in meiner Garderobe, als die 25°C Marke geknackt war. Es ist von TkMaxx und hat mich 20€ gekostet, aber wie ihr seht hatte ich einfach rein gar nichts dabei, was für das Wetter geeignet war. Nichtsdestotrotz ist es ein wunderbarer Kauf und ich liebe es so so sehr. Es hat einen high-neck-Kragen (also ideal für meinen derzeitigen Hautzustand), aber freie Arme und fällt etwas glockenförmig. Also ist es trotz allem sehr luftig. Der Pullover rechts daneben hat einen weit fallenden Rollkragen und wird von mir gerne als Kleid getragen, da er ursprünglich ein längerer Männerpullover ist (von Zara aus dem Winter). Beide sind sehr bequem und wenn der Pulli zu warm ist, das Kleid aber zu kalt, kann ich über das Streifenkleid noch einen Cardigan oder die Jeansjacke ziehen und tada, fertig ist das „Zwischentemperaturenoutfit“.

 

Pullover und Cardigans

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Davon habe ich ganze drei mitgenommen. Ein dünner 3/4-Arm Cardigan von Zara der bis zur Taille geht, aus angenehmer Viscose. Ideal zum in die Tasche Stopfen und für „kurze Arme sind mir zu kalt aber eine Jacke ist mir eigentlich auch zu warm“. Dann gibt es meinen Lieblingspullover aus Wolle von COS, der auch jedes Jahr aufs Neue wieder in den Läden hängt, für eben etwas kühlere Tage. Und ein langer schwarzer Cardigan von TkMaxx, der locker fällt und sich sehr bequem über allem tragen lässt. Mit diesen dreien komme ich wirklich sehr gut zurecht, auch wenn mir einen noch etwas dickeren Pulli manchmal herbei gewünscht hatte. Aber so musste ich einfach schichten.

 

T-Shirts

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Ja, wow, auch wieder drei Stück. Ein gestreiftes, ein schwarzes mit Turtleneck und ein grau-meliertes. Das gestreifte und melierte sind von H&M, letzteres dürftet ihr vielleicht noch regulär in der Divided Basic Abteilung finden. Das in der Mitte ist eins von Zara. Ich glaube, dass es gar nicht nötig ist so viel dazu zu sagen, außer, dass ich relativ oft waschen muss…

 

COMFYYY

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Endlich komme ich auch mal dazu, euch diese wundervolle Sweatshirtjacke zu zeigen. Vor mehreren Monaten erreichte mich dieses etwas ungewöhnliche Stück von Onepiece, das ich mir dort aussuchen durfte und ich habe es bisher nie gezeigt. Warum? Weil ich diese Jacke immer trage (immerimmer) wenn ich zum Sport gehe und mich dabei nicht fotografiere (das wollt ihr nicht sehen). Sie ist einfach ideal zum Drüberziehen, hat vor allem für high-waist Hosen eine perfekte Länge (sie endet genau an der Taille) und ist ganz kuschelig weich und bequem. Wobei ich gerade sehe, dass es ihn so gar nicht mehr zu kaufen gibt, warum rede ich sie euch so schön, aber in ganz ähnlich, nur in längerer Form (hier). Ich war früher mal ein ziemliches Sweatshirt- und Kapuzenmädchen, vor allem unter meiner Lederjacke, komischer Weise habe ich das in den letzten Jahre ziemlich abgelegt. Warum eigentlich? Das frage ich mich jedes Mal, wenn ich sie anziehe, weil es einfach so gemütlich ist und dazu doch erstaunlich gut aussieht. Das war also mein „Gammelteil“ das mit musste, weil ich mich darin einfach so wohl fühle.

 

Schuhe

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Ich habe hier mal nichts geschönt, so sehen getragene Schuhe nun mal aus. Ich frage mich immer, wieso bei Instagram alle gezeigten Schuhe so neu und toll aussehen? Meine kann ich gefühlt nach 3 Tagen nicht mehr schön auf dem Bett drapieren, weil sie einfach nicht mehr wirklich vorzeigefein sind. Aber gut, kommt sicher auch darauf an, wie oft man sie trägt. Weiße Chucks gehen immer und auch im Sommer lebe ich quasi in ihnen. Die Brogues habe ich mir Anfang des Jahres bei H&M gekauft und war erst verunsichert, weil ich doch mit Plastikschuhen gar nichts mehr am Hut haben wollte. Doch zum Glück habe ich mich nicht in ihnen getäuscht, da sie auch nach vielem Tragen einfach noch super aussehen, nicht vermacken, ihnen Wasser (und Bier, hallo Karneval der Kulturen) nichts ausmachen. Einmal kurz drüber gewischt und zack, wie neu. Quasi.
Nur an den warmen Tagen habe ich mir wirklich sehr sehr dolle etwas offenere Schuhe herbei gewünscht, da sind meine Füße oft an ihre Grenzen gekommen. Aber insgesamt habe ich immer gut zwischen den beiden gewechselt und auch nie das Gefühl gehabt, dass mir etwas fehlen würde.

 

Hosen

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War sicher nicht mein größter Coup, aber sie sehen gut aus. Eine High-Waist Skinny in blau von H&M (3 Jahre alt) und eine schwarze Skinny von H&M, die auch aktuell ist. Beide sitzen am Bauch hoch bzw. eben etwas höher und sind für mich deswegen nicht für jeden Tag ideal. Ich esse sehr gerne und dadurch, dass ich so schlank bin (das passiert bei anderen sicher auch, aber bei mir verteilt es sich wirklich nur nach vorne), sehe ich (und fühle mich) spätestens nach dem Mittagessen aus wie schwanger. Und das ist kein Scherz. Deswegen trage ich so gerne weite Kleider und komme auch bei Feiern mit leckerem Essen nie auf die Idee, mir enge Kleider zu kaufen. Hier wünsche ich mir also manchmal eine Jeans herbei, die etwas tiefer sitzt. Wenn man aber den oberen Knopf und den Gürtel öffnet, funktioniert das auch mit diesen. Also auch alles kein Problem.


 

Ja, was ist denn nun mein Fazit? Mein Fazit ist, dass ich sehr gut auskomme. Ich könnte die Übergangszeit also wirklich nur mit diesen Sachen überstehen, sofern mir eine Waschmaschine zur Verfügung steht. Dank des Wolkenseifendeos (Liebe) kann ich die Oberteile auch 2 Tage tragen, Hosen sowieso (… mache ich immer so) und gut, Socken und Schlüppis sind etwas Mangelware. Da aber die anderen Menschen in meiner Umgebung auch immer mal wieder waschen müssen, schummel ich sie einfach mit hinein.

Es ist schön zu sehen, wie wenig man insgesamt vermisst und auch, dass man sich trotzdem jeden Tag wohl fühlt, weil ich jedes Stück für sich auch so gerne mag. Es kam nie das Gefühl auf, dass ich mich gerade so langweilig fühle oder den Drang hätte einkaufen gehen zu müssen. Es war einfach alles okay. Und in diesem Sinne unterstützt das mein Vorhaben in Zukunft nicht mehr nur „zum Spaß“ zu kaufen, sondern nur, wenn etwas wirklich nötig ist.

Und da das bei dem Vorrat den ich mir in den letzten Jahren angekauft habe, erstmal nicht so schnell passieren wird (außer bei Sandalen, ja, da habe ich mir ein Paar zum Geburtstag gewünscht), bleibt es dabei. Ich kaufe nichts nur aus Lust und Laune. Das habe ich diesen Monat auch (bis auf das Kleid, ja) ohne Anstrengung geschafft und ich bin übrigens trotzdem pleite. Ich habe noch 30€ für die letzten 10 Tage und muss damit noch 1x nach Berlin und zurück und eigentlich  brauche ich auch noch Essen (klingt alles sehr realistisch). Keine Ahnung, wie ich da sonst immer noch Geld in Kleidung stecken konnte? So viel also zum Thema „dann sparst du mal ein wenig“. Das Geld findet trotzdem seinen Weg, na ja.

In diesem Sinne: Habt einen tollen Start ins Wochenende,

alles Liebe,

eure reingeschlüpft

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Dieser Beitrag wurde am Mai 20, 2016 um 13:29 veröffentlicht. Er wurde unter Articles, Fashion abgelegt und ist mit , , , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

8 Gedanken zu „3 Wochen mit nur 16 Teilen

  1. WOW ich bin beeindruckt :) !! So sieht man mal wieder: ES GEHT auch mit weniger :) !
    Deine Auswahl finde ich großartig und da lässt sich echt was draus machen!!!
    Ich wünsch dir weiterhin viel Erfolg beim nichts shoppen :) !!
    Liebe Grüße, Julia
    http://coffeejunkyjules.wordpress.com

  2. Finde ich wirklich sehr interessant und auch bewundernswert, mit wie wenig du auskommst. Ich kann das auch, allerdings sieht es bei mir dann nicht mehr so stylisch aus, da ich einfach fast nur bunt trage und gedeckte Farben bei mir eher Mangelware sind. Und ein grünes Kleid mit einem roten Pulli ist dann eher so lala. Aber nur Neutrals einpacken entspricht halt so gaaar nicht meinem Stil, insofern überlege ich zwar schon auch, was zusammenpasst bevor ich packe, aber das sind dann wirklich eher fertige Outfits, wenn aus einer Woche also 3 werden würde, würde ich wohl die selben Kombinationen immer und immer wieder tragen:D

    • Ja, das ist natürlich immer schwieriger, wenn man nicht so einen „eintönigen“ Geschmack hat, das stimmt schon ;-) Auch ich greife ja immer wieder auf die gleichen Kombinationen zurück, KANN aber auch variieren wenn ich das möchte und das ist eben das Schöne. Viele liebe Grüße!

  3. Immer wenn ich auf deinem Blog bin denke ich „menno, wieso habe ich nicht so einen tollen Basic-Unkompliziert-Hochwertigen Stil, sondern mag gern Rüschen, Muster, und sowieso Zeug, das nicht zusammenpasst? :D Dein Beitrag ist wirklich toll und ich kann mir gut vorstellen, dass du in der Zeit trotzdem immer wieder anders schön ausgesehen hast mit deinen 16 Teilen :)

    Bravo!
    Küsse,
    Katha // http://www.hirschkind-blog.de

  4. Toller toller blogpost!
    Erstens freut es mich, dass du unerwartet zu freier Zeit gekommen bist, die du mit Freund und Familie verbringen konntest!
    Und zweitens liebe ich deinen Stil! Icj will mich auch auf den Weg zum Minimalismus machen und da freut es zu hören, dass es funktionieren kann.
    Danke für deine Posts und deine Inspiration! Habe mir schon vieles abgeschaut!

  5. Vielen Dank für deinen ausführlichen und ehrlichen Post! Ich bin begeistert, inspiriert und bestärkt zugleich, dass du uns auf so erfrischende Art und Weise zeigst, dass man keinen übervollen Kleiderschrank braucht um sich wohl zu fühlen und einen Fuß vor die Tür zu setzen.
    Ich habe selbst schon darüber nachgedacht, dass ich an meinem Konsumverhalten etwas ändern muss (was ich auch geschafft habe) und dann als nächsten Schritt all meine Klamotten ausmiste – denn durch all diesen Berg an verschiedensten Stoffen weiß man gar nicht mehr, was passt und was nicht; was hat man wirklich gerne und an welchen Teilen hängt man nur dran, weil sie noch nie getragen wurden.
    Ich glaube diese „Methode“ mit der du unweigerlich 3 Wochen konfrontiert warst, ist echt das Beste um zu sehen mit welchen Teilen man wirklich auskommt und was noch dringend benötigt wird :D

    Ganz liebe Grüße
    Alina
    http://www.blackbeachchair.com

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