reingeschlüpft

How to „Nobel geht die Welt zugrunde“ ohne es zu sein.

Hallo ihr Lieben,

der Titel liest sich im ersten Moment vielleicht etwas komisch, allerdings war es genau der Satz, der mich hat merken lassen, dass ich anscheinend „nach mehr aussehe als ich tatsächlich habe“. Heißt, wenn ich nach Hause fahre und mich meine Eltern nach ein paar Monaten das erste Mal wieder sehen (was ich damit sagen will: sie kennen meinen Kleiderschrank nicht mehr und wissen nicht, was neu ist und was nicht), ist oft die ersten Frage meiner Mama, woher ich denn Teil xy habe und der anschließende Satz „Schick schick, Nobel geht die Welt zugrunde“. Wenn ich ihr dann aber sage, dass mich Teil X nur 9,99€ und Teil Y nur 19,99€ gekostet hat, staunt sie oft nicht schlecht und sagt „Mensch, du siehst immer so hochwertig aus“.

Und da ich ganz und gar nicht zu den Menschen gehöre, die im Monat viel Geld zur Verfügung haben (also, ausreichend, ich bin Studentin, aber ihr wisst was ich meine), ich das Phänomen, wie man sich mit wenig Budget nahezu jedes beliebige „Designeroutfit“ zusammen basteln kann, ohne sich dabei in finanziell vollkommen anderen Sphären zu bewegen, ziemlich spannend finde, möchte ich meine Gedanken heute mit euch teilen.

Mich hat es die letzten Monate nachdenken lassen, was ausschlaggebend dafür ist, dass man „hochwertig“ aussieht. Das Wort setze ich immer in Anführungszeichen, da ich es durchaus schwierig finde. Für mich bedeutet hochwertig, dass die Qualität stimmt, dass das Kleidungsstück bei näherem Betrachten nicht so aussieht, als würde es die nächsten 5 Wäschen nicht überleben. Dass es nicht fusselt, nicht (bzw. kaum) anfängt zu pillen und man das Knistern des Stoffes nicht schon aus 10m Entfernung hören kann. Und natürlich auch, dass man – wenn man das möchte – nicht danach aussieht, als würde das komplette Outfit das man trägt (Schuhe – Hose – Oberteil – Tasche ) nur 80€ kosten.

Wobei ich mich hier schon zu sehr am Geld aufhänge, darum geht es mir gar nicht.  Mir geht es nicht darum, dass man mich ansieht und denkt „Wow, die muss ja Geld haben“. Das wäre mir um ehrlich zu sein äußert unangenehm und ist es tatsächlich auch, wenn meine Mama solche Kommentare macht. Denn dann frage ich mich natürlich, ob andere Menschen die selben Gedanken haben. Denn aufmerksame Leser meines Blogs (bzw. auch die, die einfach nur gucken möchten) dürften nur höchst selten einen Markennamen an meiner Kleidung finden. Mir ist die Markenaffinität nämlich vollkommen fremd, man könnte fast schon sagen, dass ich eine Abneigung gegen sichtbare Logos hege, denn tatsächlich können diese ein Ausschlusskriterium sein, auch wenn mir das Stück ansonsten rundum gefällt. Natürlich sind Marken wie Zara und H&M auch Marken (ja, wirklich), doch sehen dies Außenstehende nicht (zumindest die, die nicht jede Winter- und Sommerkollektion kennen).

Manchmal kann man das nicht umgehen, so sind alle meine Chucks von Converse, weil mir die Alternativen an der Spitze immer zu rund sind. So sieht man meiner Brille auch an, dass sie von Rayban ist, weil alle Replikas zu groß sind (ich habe ein sehr kleines Gesicht). Bei meiner Alltagsbrille war mir allerdings wichtig, dass sie „sauber“ ist und man kein Logo am Rand sieht. Grundsätzlich mag ich es also clean und unsichtbar.

Und um es nochmal zu betonen: mir fehlen irgendwie die richtigen Worte um zu beschreiben, dass es mir nicht ums Geld geht. Viel mehr möchte ich zeigen, dass man auch mit eingeschränkten finanziellen Mitteln jeden beliebigen Stil verkörpern kann (wobei ich mich hier natürlich – Überraschung – wieder auf den minimalistischen Stil beziehe), sofern man mit einem wachsamen Auge durch die Welt geht und nicht auf Teufel komm raus GENAU JETZT ein bestimmtes Teil braucht.  Ziemlich genau nach dem Motto: „Mode kann man kaufen; Stil muss man haben“.

Denn wer ein größeres Budget zur Verfügung hat, hat es in gewissem Sinne leichter einzukaufen. Man kann (fast, je nach Kontostand) jedes beliebige Teil kaufen, ohne über günstigere Alternativen nachdenken zu müssen.  Wenn dem so wäre, hätte ich schon seit Jahren die Pistol Boots von Acne und würde nicht meinem Paar von Akira nachtrauern, die vor zwei Jahren das Zeitliche segnete. Seitdem habe ich keine schwarzen Stiefeletten mehr (ich hatte es mit welchen von Zara versucht, die ich aber wieder verkaufen musste, da das Leder zu hart war und ich mir Blasen lief), da ich keine perfekte Alternative finde, mir aber auch nicht das Original kaufen kann/möchte.

In meinen Augen gibt es insgesamt 3 bzw. 4 Dinge, bei denen ihr keine (großen) Abstriche machen und auf Qualität achten solltet, um einen insgesamt hochwertigen (das Wort wird euch noch etwas länger verfolgen) Look kreieren zu können, zu dem ihr dann ganz beliebig und basic-lastig kombinieren könnt.

Schuhe – Tasche – Uhr – Sonnenbrille

Das bedeutet auch nicht, dass hier viel Geld investiert werden muss. Ganz und gar nicht. Wobei „viel Geld“ natürlich für jeden anders aussieht. Da sich mein Leserpublikum aber größten Teils mindestens im Lebensabschnitt nach der Schule befindet und in einem gewissen Rahmen über mehr als nur Taschengeld verfügt, definiere ich „viel Geld“ mal als „mehr als 100€“ (wobei es außer Frage steht, dass 100€ auch viel Geld sind. Jedoch ist die Summe für mich persönlich alle halbe Jahre mal gut zu wuppen, wenn man sich vornimmt in etwas zu investieren).

Das Ganze ist auch ein Prozess, der sich über die Jahre entwickelt. Ich habe all das in den letzten 6 Jahren angesammelt und es wäre mir unmöglich gewesen, mit 20 zu sagen „So, Tasche, Uhr, Schuhe und Sonnenbrille müssen sofort und gleichzeitig für je 100€ her!“. In dem einen Jahr war es die Sonnenbrille, in dem anderen habe ich mir die Tasche zu Weihnachten gewünscht, zum Geburtstag dann ein Paar Schuhe. Denn die Investitionen um die 100€ lagere ich meistens aus.

Allgemeines

Oben hatte ich es schon kurz angedeutet, wenn man auf sein Geld achten muss, sollte man sich zuerst damit abfinden – wenn man sich für dieses Konzept interessiert – dass man nicht alles sofort und jetzt haben möchte. Denn das, was gerade aktuell und Trend ist, ist natürlich teuer. Ist ja auch neu, ist ja klar. Um es nicht wieder in einem ewigen Text ausarten zu lassen, versuche ich es euch stichpunktartig zusammen zu fassen:
(Nachtrag: hat nicht geklappt)

  • Entwickelt einen Jagdinstinkt. Habt Lust zu suchen und euch überraschen zu lassen. Geht nicht mit einem festen Plan los (was aber nicht heißt, dass ihr nicht genau wisst, was ihr insgesamt sucht! Meidet aber Einkäufe wie „Ich brauche GENAU JETZT eine dunkle, blaue Jeans) das wird euch nur enttäuschen. Freut euch auf kleine Wühltische (ohne dabei selbst viel zu wühlen, die Verkäufer/innen werden es euch danken!) und bleibt neugierig. Oftmals sind es einfach nur die neugierigen Blicke, die euch zu zufällig zu einem Paar Schuhe führen, die ihr genau so schon so lange gesucht habt.
  • schaut euch auch in Noname-Läden um, die auf den ersten Blick gar nicht so aussehen, als könnten sie Teile verkaufen, die euren Geschmack treffen. Auch, wenn es in ihnen nach Plastik riecht und einige Neonfarben nach euch schreien. Die Kleidung wird auch genau dort produziert, wo auch eure Mango, Zara, H&M- Teile her kommen und glaubt mir, ihr findet das ein- oder andere Trendteil zwischen den Stangen und zwar in Läden, in denen ihr es nie erwartet hättet. Und das zu erstaunlich guten Preisen und auch in erstaunlich guter Qualität. In den meisten Noname Läden finde ich viel mehr Kleidung aus Viscose, Baumwolle und Lyocell, als bei den üblichen Verdächtigen. Auch Läden, in die es euch vielleicht nie ziehen würde (bei mir wären das Läden wie NewYorker oder Pimkie) haben erstaunlich oft einzelne Teile, die grandios sind. Aber man muss sich dann auch die Zeit nehmen wollen, sich durch hauptsächlich unpassende Teile zu suchen, bis man „das eine“ findet.
  • Habt Geduld, der Sale kommt bald. Gefühlt ist für mich das ganze Jahr Sale, aber es lohnt sich wirklich zu warten. Möchtet ihr ein bestimmtes Teil wirklich unbedingt haben, es ist euch aber zu teuer, bleibt ruhig und wartet, bis es reduziert wird. Und wenn es dann plötzlich nicht mehr da ist, dann wird es euch nicht umbringen (wenn ihr aber merkt, dass ihr es unbedingt möchtet und zwar so sehr, dass ihr es auch zum Originalpreis kaufen wollt, dann tut es, denn das sind meistens die Teile, die man am meisten liebt und trägt).
    Aber nicht alles was ihr sucht oder gerne hättet wird für ein geringeres Budget sofort zu kaufen sein. Also macht euch darauf gefasst, auch mal länger nach etwas Ausschau zu halten.
  • meidet nicht die Männerabteilung. Ich bin auch klein und zierlich, aber gerade im Bereich der Stricksachen sind sie uns einiges voraus. Man findet fast keine Kunstfaserstoffe, viel Baumwolle, Viscose und Wolle. Zudem wird im Sale drastischer reduziert, denn die Männer kaufen im Gegensatz zu den Frauen anscheinend nicht wie wild, wenn um wahnsinnige 5€ reduziert wurde. Da bedarf es einer stärkeren Preissenkung.

Und nun zu den etwas spezifischeren Kategorien:

Taschen

taschen

oben links: Noname
Oben rechts: Hieleven *
Unten links: Shoplushbags
Unten rechts: Hieleven *
(* die Taschen wurden mir von Hieleven zugeschickt, ich habe nicht dafür bezahlt)

Seitdem ich Taschen nicht mehr nach dem Motto „hauptsache billig und dafür möglichst viele“ kaufe, ist mir bewusst geworden, wie diese schönen Geschöpfe unsere Outfits aufwerten. Hier muss es kein Leder sein, aber bei Kunstleder sollte man darauf achten, dass es nicht zwingend danach aussieht. Hier gibt es auch enorme Qualitätsunterschiede, doch hat man wirklich gutes Kunstleder, tut dies echtem Leder keinen Abbruch. Gute Nähte, gute Verarbeitung, ein schönes Design. Möglichst wenige Dinge, die kaputt gehen können, wie Bommel (die pillen oft und ziehen Dreck an) und Pailletten (die sich oft verabschieden).

Mir persönlich geht es auch bei Taschen nicht darum, einen Markennamen zu sehen. Gefällt mir das Design, so schäme ich mich überhaupt nicht eine Replika zu kaufen. Im Gegenteil, ich freue mich darüber, die gleiche Freude an meinem schönen Stück zu haben und dafür noch viel weniger bezahlt zu haben.

Erstaunlich ist auch, dass diese Taschen weniger kosten, als es z.B. Taschen von Michael Kors tun und trotzdem – vielleicht bin ich mit meiner Meinung auch alleine – machen diese hier so viel mehr her und sehen gar nicht so aus, als würden sie 300€ weniger kosten. Aber da spielt mit Sicherheit auch meine Logo-Abneigung mit rein.

Also: in gute, hochwertige und robuste Taschen investieren!

Schuhe

schuhe

oben links: &other stories (via TkMaxx)
oben rechts: Zara (aber schon wieder verkauft)
unten links: Nikola Sandals (via Etsy)
unten rechts: Aerosoles (via TkMaxx)

Schuhe sind so wichtig. Zum einen, weil sie ganz viel zu eurem Wohlbefinden beitragen (wer in unbequemen Schuhen steckt weißt was ich meine) und zum anderen, weil sie uns jeden Tag begleiten und man ganz schnell merkt und sieht, wenn die Qualität nicht stimmt. Ich persönlich versuche Schuhe aus Leder zu kaufen, das ist natürlich jedem selbst überlassen. Ich habe auch tolle Schuhe aus Kunstleder, wie z.B. unten rechts die von Aerosoles. Auch bei Schuhen lohnt sich die Suche, ich habe gerade bei TkMaxx grandiose Erfahrungen gemacht. Oben links die Schuhe von &other stories kosteten ursprünglich um die 80€, TkMaxx gab sie mir für 19,99€. Hier lohnt es sich auch mal nicht am Preis zu sparen, sofern man das Gefühl hat, dass die Qualität stimmt. Verlasst euch hier auf euer Bauchgefühl und testet die Schuhe wirklich mal eine Stunde Zuhause, bevor ihr mit ihnen raus geht. Füße schwellen oft noch an und genau deswegen musste ich die schönen Stiefeletten von Zara wieder verkaufen. Der Postbote klingelte morgens, ich probierte sie an, dachte „Ja, das passt ja“, schwang mich mit ihnen raus und gegen Mittag waren meine Füße in jede erdenkliche Ecke des Schuhs geflossen und hatten ihre eigene Form verändert.

Achtet wirklich auf Bequemlichkeit, darauf, dass das (Kunst-)Leder nicht hart ist, die Sohle weich und ihr nirgends scheuert. Und auch wichtig: putzt eure Schuhe. Wer seine Schuhe pflegt, Schuhspanner benutzt und sie öfter säubert wird noch viel Länger Freude an ihnen haben. Und um gepflegt und „hochwertig“ auszusehen, ist es auch mal gut, seine Chucks bei 30°C in die Waschmaschine zu schmeißen ;-)

Uhr / Accessoires

nägel

links: Uhr von Cluse*
Rechts oben: Nagellack von Lidl in der Farbe Nude Brown
Rechts unten: Armband von JaneKoenig*
(* die Produkte wurden mir von den Marken zugeschickt)

lippen

Oben links: P2 Lipliner in der Farbe „Chocolate“
Oben rechts: P2 „Whisper me Whisper“
Unten links: Kette von Whittlebydesign (via Etsy)
Unten rechts: Astor mit „Elegant Nude“

Eine Uhr ist natürlich optional, aber mir ist aufgefallen, dass eine schöne Uhr das ganze Outfit aufwertet (mal abgesehen davon, dass sie seriös wirkt UND man sein Handy viel seltener in die Hand nehmen muss!) und als zusätzlich schöner Schmuck dient. Wichtig ist mir auch, dass meine Nägel (meistens, nicht immer, man muss Prioritäten setzen) gepflegt aussehen und dass frischer, sauberer Nagellack einiges her macht. Ein paar dezente Schmuckstücke, die nicht zwingend aus Gold, aber doch aus z.B. Stahl oder Silber ein sollten, da sie sonst schneller anlaufen als ihr gucken könnt, werten zusätzlich auf.
Lieber ausgewählte, geliebte Stücke, als zu viele und nur „na ja“. 

Aber auch Lippenstift kann einiges her machen, wenn er nicht verläuft und man auch darauf achtet, dass er immer möglichst gut nachgezogen wird (nach dem Essen zum Beispiel). Ich bin eher ein Fan von matten Lippenstiften, diese verwischen bei mir weniger und halten in meinen Augen länger. Diese müssen auch nicht teuer sein, wie ihr oben sehen könnt. Gerade „Elegant nude“ von Astor und die 512 von Kiko sind meine absoluten Allrounder und Lippenstifte für jeden Tag.

 

Sonnenbrille

Bildschirmfoto 2016-06-26 um 17.02.08

Rayban – New Wayfarer

Ich habe es nie geglaubt und gedacht und mich auch lange dagegen gesträubt, 100€ für eine Sonnenbrille zu bezahlen. Meine Brillen davor waren von H&M oder Bijou Brigitte, hielten ca. einen Monat und rutschten hin und her. Das liegt auch daran, dass ich eher ein schwieriges Brillengesicht habe, aber vor allem ging ich auch irgendwie nachlässig mit ihnen um. Seitdem ich mir diese Brille aber vor 5 Jahren gekauft habe, ist sie neben einer anderen von Apollo (für 30€ und ich bin mit ihr auch sehr zufrieden) die einzige und zwar fühle ich mich mit ihr sauwohl. Ich brauche keine Kollektion aus der ich auswählen kann, ich brauche nur diese Brille und ich fühle mich gut, weil ich das Gefühl habe, dass sie mir steht. Weil sie sich gut anfühlt, sie nicht rutscht, sie sich nicht verbiegt.

Eine gute Sonnenbrille macht so viel her, leider muss ich sagen, dass man es vielen Brillen sehr stark ansieht, wenn sie instabil sind. Das muss man nicht unbedingt am Preis festmachen, wie gesagt, mit der für 30€ bin ich auch sehr glücklich, aber ich meide seitdem die günstigen „Wegwerfbrillen“. Am Ende ist es sowieso so wie mit BHs: man wird immer die Brille tragen, mit der man sich am wohlsten fühlt.


Und wenn ihr dann gerade bei diesen Stücken darauf geachtet habt, dass sie „viel her“ machen, dann könnt ihr euer Outfit drumherum bauen wie ihr wollt. Ein schwingendes, schwarzes, schlichtes Jerseykleid für 10€ dazu, fertig. Vor einiger Zeit habe ich auch bzgl. des eigenen Stils, Farben und Qualität über die Big 9 geschrieben, wenn euch das zusätzlich interessiert. Um euch mal ein paar Beispiele zu zeigen, habe ich hier ein paar Outfits für euch zusammen gesucht:

outfits1

Oben links: Pulli (COS) 30€ – Rock (Gina Tricot) 15€ – Strumpfhose (H&M) – 8€
Oben rechts: Kleid (H&M) 10€ – Schuhe (Converse) – 30€ (da gebraucht aber neu gekauft)
Unten links: Sweatshirt (Zara) 13€ – Hose (H&M) 10€ – Schuhe (&other stories) 20€ – Tasche (H&M) 20€
Unten rechts: Sonnenbrille (Rayban) 100€ – Pulli (Zara men) 10€ – Lederleggings (Calzedonia) 20€ – Schuhe (Converse) 30€

outfits2

Oben links: Kleid (Zara) 17€ (und das habe ich zu einer Hochzeit getragen)
Oben rechts: Pulli (Zara) 20€ – Rock (Zara) 12€ – Strumpfhose (H&M) 8€ – Tasche (Asos) – 30€ (da gebraucht gekauft) – Schuhe (Zara) 70€
Unten links: Tshirt (Noname) 8€ – Hose (H&M) 30€ – Schuhe (Zara) 70€
Unten rechts: Tshirt (Zara) 10€ – Hose (H&M) 30€ – Tasche (Hieleven) 89€ – Gürtel (Esprit) 13€ – Uhr (Cluse) 89€

Das alles sich jetzt natürlich äußerst merkwürdig, nachdem ich euch die letzten Wochen immer zu weniger Konsum animiert, bzw. darüber geschrieben habe. Aber letztendlich ist dies immer noch (hauptsächlich) ein Modeblog und nur, weil ich gerade mein Kaufverhalten umstelle heißt das nicht, dass ich meine eigenen Leser nun bekehren möchte und nur noch Artikel über Nachhaltigkeit schreibe.

Nichtsdestotrotz ist die „Strategie“, die ich euch hier vorgestellt habe, doch eher ein „Slow-Fashion-Konzept“, denn schließlich vergeht einige Zeit, bis man zu den gewünschten Teilen kommt. Es wird bewusst gesucht und bewusst konsumiert (nicht ökologisch bewusst, aber immerhin konsumbewusst), was immer noch einen Schritt besser ist, als sofort alles zu kaufen, was einem auf den ersten Blick gefällt.

Mir fällt auch ganz oft auf, dass ich ein Teil 48h nach der „schweren Entscheidung“ es nicht zu kaufen, gar nicht mehr so begehre. Deswegen versucht euch immer nochmal in Erinnerung zu rufen, warum genau es genau dieses Teil sein soll, wie lange ihr es schon möchtet und wie es sich in eure Garderobe einfügen lässt.

Ich hoffe, ich konnte der ein oder anderen einige Tipps und Blickwinkel mit auf den Weg geben und wünsche euch noch einen entspannten Sonntagabend!

eure reingeschlüpft

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Dieser Beitrag wurde am Juni 26, 2016 um 18:12 veröffentlicht. Er wurde unter Fashion, Fashion Hacks abgelegt und ist mit , , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

10 Gedanken zu „How to „Nobel geht die Welt zugrunde“ ohne es zu sein.

  1. Hallo und danke für deinen ausführlichen, interessanten Artikel! Ich kann dir in allen Punkten zustimmen. Gerade bei Schuhen habe ich schon öfter den Spruch „Wer billig kauft, zahlt doppelt.“ bestätigen können (auch wenn ich mein teuerstes Paar Schuhe wieder verkaufen musste, weil ich mir die Füße blutig gelaufen habe). Dennoch habe ich bei mir für jede Kategorie eine Schmerzgrenze – Schuhe für 400,00 Euro würde ich mir einfach nicht kaufen, weil ich es aus Prinzip nicht einsehe, so viel dafür zu zahlen. Zum Glück gibt es ja aber oft einen guten Mittelweg. :)

    Was man vielleicht als Tipp noch ergänzen könnte, ist, Kleidung wirklich gut zu pflegen, um lange Freude an ihr zu haben und damit sie auch noch lange hochwertig aussieht. Also beispielsweise generell eher bei 30 als 40° zu waschen und wenn möglich keine zu hohe Schleuderzahl zu wählen. Außerdem Kleidung am besten von links waschen (und noch wichtiger: von links bügeln!), Kaschmir- und Wollpullover liegend zu trocknen und für alles, was einem lieb und teuer ist, Wäschenetze zu verwenden. Ja, es ist aufwändiger, aber man hat so wirklich länger Freude an den Teilen und spart auch dadurch indirekt – weil man nicht so schnell etwas Neues kaufen muss. Klingt alles selbstverständlich, aber in der Eile wird man ja doch oft nachlässig bei sowas und ärgert sich irgendwann, wenn die Kleidung zu schnell alt aussieht.

    Liebe Grüße!

    • Hallo Schonhalbelf und du hast so Recht! Das mit dem Waschen und Pflegen ist das A & O, obwohl ich immer bei 40°C und 60°C wasche und bei mir auch noch alles okay ist :o aber vielleicht sollte ich das auch mal umstellen und stattdessen Hygienespüler verwenden, wenn das schonender ist. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar und viele Grüße zurück!

      • Hallo! Oh, vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt – ich wasche natürlich aus hygienischen Gründen auch vieles bei 60° C. Habe aber schon sehr oft gelesen, dass es bei modernen Waschmaschinen keinen Unterschied macht, ob man bei 30°C oder 40°C wäscht. Und wenn es draußen warm ist, kann man gerade bei dünnen Shirts o.ä. die Schleuderzahl ruhig reduzieren. Im Winter und wenn man in der Wohnung trocknen muss, ist das natürlich wegen der Feuchtigkeit im Raum nicht zu empfehlen. Liebe Grüße!

  2. Anna sagte am :

    Hallo du,

    ein wirklich schön geschriebener Artikel ! Neben den von dir aufgezählten Dingen finde ich auch die Farbauswahl bei Kleidung und Accessoires total wichtig. Grau, Weiß, Schwarz, Blau und Erdtöne wirken auf mich per se irgendwie „edler“ als z.B Neonfarben.
    Ich finde deinen Kleidungsstil echt richtig richtig toll und deine Figur ist einfach Bombe! Kann ich echt nicht anders sagen. Ich wollte das eigentlich schon unter deinen Akne-Post schreiben, fand es dann aber nicht wirklich angebracht, da es dein Hautproblem natürlich auch nicht besser macht. Was ich damit sagen will: Deine Figur ist wirklich beneidenswert und auch wenn es sicherlich schlimm ist, sich buchstäblich unwohl in seiner Haut zu fühlen, hast du einen Körper, auf den du stolz sein kannst!

    Und dein Blog ist auch sehr lesenswert :)

    Liebe Grüße

    • Hallo liebe Anna! Vielen Dank für deine lieben Worte, das freut mich sehr :-) Und das mit den Farben ist so so wahr! Ich habe mal einen Artikel namens „Big 9“ geschrieben, da kam das Thema mit den Farben auch schon auf, den sollte ich vielleicht auch nochmal darin verlinken. Ganz viele Grüße an dich!

  3. Emma sagte am :

    Hallo Reingeschlüpft.
    Auf dem Foto mit der wunderschönen Uhr von Cluse trägst du eine Armspange/einen Armreif. Woher hast du den?
    Weißt du zufällig, ob Cluse auch Rabatte auf ihre Uhren anbieten?
    Ich liebe deinen klaren Look und vorallem deine ausgewählten Accessoires.

    • Hallo liebe Emma! Der Armreif gehört zu einem 3-er Pack Armreifen von Zara, das ich vor 2 Jahren im Sale ergattert habe :/ Leider ist es also nicht mehr aktuell, aber ich wette, dass du bei Etsy fündig werden kannst!

      Und bzgl. der Uhren: ich persönlich habe damals keinen Rabattcode bekommen, da war Cluse aber gerade auch glaube ich eher noch „im Auschwung“ und noch nicht ganz so etabliert. Vielleicht guckst du mal bei Instagram welche „großen Blogger“ die Uhren bekommen, ich denke, dass die auch über Rabattcodes verfügen ;-) Viele Grüße!

  4. Isa sagte am :

    Ich finde, es sagt sich sehr leicht „man muss nicht viel Geld für Accessoires ausgeben, um hochwertig auszusehen“ – wenn man Sachen zugeschickt/geschenkt bekommt. Eine Uhr von Cluse und eine Tasche von Hieleven sind schon etwas außerhalb eines studentischen Budgets. Da muss man schon recht lange sparen oder eben auf Weihnachten/Geburtstag warten… Ansonsten ein netter Artikel. Nur stört es mich eben, wenn so ein „Guide“ für ein schmaleres Portmonee auch geschenkte Sachen enthält, die du dir im Normalfall auch nicht einfach-mal-so hättest kaufen können (korrigier mich, wenn ich falsch liege).

    • Hallo liebe Isa, natürlich verstehe ich was du meinst und muss dir prinzipiell recht geben. Als ich den Artikel geschrieben habe, habe ich eigentlich schon darauf gewartet, dass so eine Antwort kommt :-) Allerdings standen eben jene Anschaffungen bereits auf meinem Plan, bevor die Kooperation überhaupt ersichtlich gewesen wäre. Deswegen sage ich ja: die meisten Sachen lagere ich auf Geburtstage oder Weihnachten aus und habe auch im Artikel geschrieben, dass ich niemals alles auf einmal kaufen könnte, sondern sich mein Repertoire auch in den letzten 6 Jahren angesammelt hat. Das ist kein Prozess von heute auf Morgen. Ansonsten ist die Summe aber prinzipiell, wenn man monatlich spart und sich etwas zusammen reißt, schon mit einem Studentenbudget machbar, zumindest bei meinem Lebensstil. Die Rayban hat mich auch 100€ und die Schuhe von Zara auch 70€ gekostet, ebenso die Noname Tasche. Man muss selbst auch einfach für sich entscheiden, wie viel Geld man dem Bereich „Mode“ zuspielen mag. Andere investieren lieber in ein Hobby, in einen Wochenendurlaub, färben sich regelmäßig die Haare oder gehen auf ein Konzert. Bei mir hat es sich die letzten Jahre aber eben auf Mode konzentriert. Aber natürlich verstehe ich deinen Einwand, ich muss aber ehrlich sagen, dass ich die Summe auch so in meinen Alltag hätte stopfen können – auch wenn ich nochmal bis zum Geburtstag hätte warten müssen. Da gab es dann nämlich stattdessen ein gebrauchtes Fahrrad :-)

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